Studie zur Vorbeugung des Capecitabin-assoziierten Hand-Fuß-Syndroms23. August 2024 Foto: © Pixel-Shot/stock.adobe.com Topisches Diclofenac hilft laut Forschern des B.R.A Institute-Rotary Cancer Hospitals, Indien, beim Hand-Fuß-Syndrom. Die Dosis des Chemotherapeutikums muss seltener reduziert werden. Bekanntlich stellt das Hand-Fuß-Syndrom (HFS) eine dosislimitierende Nebenwirkung von Capecitabin dar. Nun verhindert systemisches Celecoxib zwar das HFS durch Hemmung der Cyclooxygenase-2 (COX-2), die aufgrund der zugrunde liegenden Entzündung hochreguliert ist, hat jedoch systemische Nebenwirkungen. Abhilfe schaffen könnte topisches Diclofenac, das die COX-2 lokal hemmt, bei einem minimalen Risiko systemischer Nebenwirkungen. In einer aktuellen Studie belegen die D-TORCH Trial Investigators um Dr. Akhil Santhosh vom Dr. B.R.A Institute-Rotary Cancer Hospital in Delhi, Indien, nun, dass dies tatsächlich funktioniert. In ihre randomisierte, doppelblinde Phase-III-Studie an einem einzelnen Zentrum hatten sie 264 Patienten mit einer Krebserkrankung der Brust oder des Magen-Darm-Trakts aufgenommen, die eine Capecitabin-basierte Behandlung erhalten sollten. Die Teilnehmer wurden randomisiert für topisches Diclofenac (n=131) oder ein Placebo-Gel (n=133) für 12 Wochen oder bis zur Entwicklung eines HFS – je nachdem, was früher eintrat. Als primären Endpunkt hatten die Wissenschaftler das Auftreten eines HFS von Grad 2/3 (CTCAE V. 5) definiert, was zwischen den beiden Gruppen mithilfe einer einfachen logistischen Regression verglichen wurde. Wie den Ergebnissen zu entnehmen ist, wurden HFS der Grade 2/3 bei 3,8 Prozent der Teilnehmer in der Diclofenac-Gruppe gegenüber 15,0 Prozent in der Placebo-Gruppe beobachtet (absoluter Unterschied 11,2 %; 95 %-KI 4,3-18,1; P=0,003). Auch sei die Rate von HFS der Grade 1-3 in der Diclofenac-Gruppe niedriger ausgefallen als in der Placebo-Gruppe (6,1 % gegenüber 18,1 %; absoluter Risikounterschied 11,9 %; 95 %-KI 4,1-19,6), führt das Team weiter aus. Als Folge daraus musste die Capecitabin-Dosis aufgrund von HFS in der Diclofenac-Gruppe (3,8 %) seltener reduziert werden als in der Placebo-Gruppe (13,5 %; absoluter Risikounterschied 9,7 %; 95 %-KI 3,0-16,4). (sf)
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