Systemischer Lupus erythematodes und PAH: Als Erstmanifestation häufiger bei seltenen Varianten in PAH-assoziierten Genen

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Bei Patienten, die im Zusammenhang mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) an einer Pulmonal-arteriellen Hypertonie (PAH) leiden, sind einer neuen Untersuchung zufolge seltene Varianten in PAH-assoziierten Genen mit einem spezifischen vaskulopathischen Phänotyp assoziiert.

Außerdem stehen sie mit einem schlechteren Krankheitsverlauf in Zusammenhang, wie die Autoren der Veröffentlichung in „Chest“ schreiben. Erstautor Dr. Junyan Qian Peking Union Medical College Hospital (China) und Kollegen rekrutierten 241 Patienten mit SLE-assoziierter PAH und untersuchten diese mittels Ganzgenomsequenzierung auf seltene Varianten in zwölf gesicherten sowie neun potenziellen PAH-assoziierten Genen.

Anschließend verglich man Varianten-Träger und Nichtträger hinsichtlich klinischer Merkmale, hämodynamischer Parameter und ihrer Krankheitsverläufe. Als genetische Replika­tionskohorte bezogen die Forschenden weitere 87 Patienten mit SLE-assoziierter PAH in ihre Analyse ein.

Unabhängiger prognostischer Faktor für die Mortalität

Wie das Forscherteam berichtet, waren in der Entdeckungskohorte 7,2 Prozent der Patienten Träger seltener Varianten in PAH-assoziierten Genen. Dies habe einem Trend zu höheren Werten als in der Kontrollkohorte entsprochen (4,5%; p=0,085). Dieser Trend, so schreiben die Wissenschaftler weiter, habe sich in der unabhängigen Validierungskohorte bestätigt (8,5% vs. 4,8%; p=0,148) und in der Analyse der kombinierten Kohorten statistische Signifikanz erreicht (7,4% vs. 4,7%; p=0,036).

„Träger der Varianten wiesen signifikant häufiger eine PAH als Erstmanifestation des SLE sowie eine signifikant geringere SLE-Krankheitsaktivität auf“, konstatieren die Studienautoren. Das Vorliegen seltener Varianten in PAH-assoziierten Genen sei von ihnen als unabhängiger prognostischer Faktor für die Mortalität identifiziert worden (Hazard Ratio 5,89; 95%-Konfidenzintervall 1,56–22,27; p=0,009). (ac)