Teilnehmer für Ernährungsstudie zur Ballaststoff-Verwertung gesucht27. Januar 2023 Abbildung: © Jannissimo/stock.adobe.com Das individuelle Darmmikrobiom ist nach neueren Studien von wesentlicher Bedeutung für die Entstehung von Adipositas, Typ-2-Diabetes und auch psychischen Erkrankungen. In welchem Zusammenhang unsere Ernährung mit der Zusammensetzung des Darmmikrobioms steht, ist Gegenstand aktueller Forschungen. Bestimmte Ballaststoffe regen beispielsweise das Wachstum nützlicher Darmbakterien an. Jedoch scheinen nicht alle Menschen Ballaststoffe gleich gut verwerten zu können, was vermutlich an der individuell unterschiedlichen Zusammensetzung der Darmbakterien liegt. In einem Projekt am Institut für Lebensmittelwissenschaft und Humanernährung der Leibniz Universität Hannover (LUH) wird untersucht, ob und wie der Verzehr von individuell abgestimmten Ballaststoffen die Produktion von kurzkettigen Fettsäuren durch die natürlicherweise im Darm vorkommenden Bakterien steigern kann. Dafür sucht das Forcher-Team Frauen und Männer ohne Vorerkrankungen im Alter zwischen 30 und 65 Jahren mit einem Body-Mass-Index zwischen 20 und 30, die sich an der Studie beteiligen möchten. Bei einem ersten Termin erfolgen Untersuchungen zur Analyse des Darmmikrobioms der Teilnehmenden. Danach nehmen sie in zufälliger Reihenfolge zwei unterschiedliche Ballaststoffe (aus Maiskleie und Chicorée-Wurzeln) sowie ein Placebo ein, insgesamt dreimal je eine Woche lang. An jede Einnahmewoche schließt sich ein Untersuchungstag an, bei dem zur Messung der Ballaststoffverwertung Blut- sowie Stuhlproben genommen werden. Alle erhobenen individuellen Gesundheitsdaten werden den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt. Inklusive Einnahmepausen und Untersuchungen erstreckt sich die Studie über rund zehn Wochen. Interessierte können sich unter der Telefonnummer 0511-762 5969 oder per E-Mail unter [email protected] für die Teilnahme anmelden.
Mehr erfahren zu: "Zöliakie: Humanisiertes Mausmodell könnte präklinische Forschung zu Medikamenten deutlich verbessern" Zöliakie: Humanisiertes Mausmodell könnte präklinische Forschung zu Medikamenten deutlich verbessern Forschende der Universitätsmedizin Mainz haben ein humanisiertes Mausmodell für Zöliakie optimiert und validiert, mit dem sich Wirkstoffe gegen die Autoimmunerkrankung gezielter untersuchen lassen könnten.
Mehr erfahren zu: "Immuntherapie: Erstes orales Mikrobiom-basiertes Nanomedikament als Booster" Weiterlesen nach Anmeldung Immuntherapie: Erstes orales Mikrobiom-basiertes Nanomedikament als Booster Der Darmmikroben-Metabolit DHB fördert die Bildung Antigen-spezifischer, stammzellähnlicher CD8+ T-Zellen durch Hemmung der Glykolyse und Modulation des Akt-mTORC1-Myc-Signalwegs. Die orale Nanoemulsionsformulierung von DHB verbessert dessen Bioverfügbarkeit signifikant und zeigt in […]
Mehr erfahren zu: "Innere Uhr: Genetische Grundlagen der Anfälligkeit für zirkadiane Dysbalance untersucht" Innere Uhr: Genetische Grundlagen der Anfälligkeit für zirkadiane Dysbalance untersucht Ein internationales Forschungsteam hat die genetischen Grundlagen eines neu entwickelten Circadian Imbalance Index untersucht. Dieser fasst mehrere Merkmale zusammen, die mit einer erhöhten Neigung zu zirkadianer Dysbalance in Verbindung stehen.