Testosteron-Ersatztherapie: Kardiovaskuläres Risiko nicht erhöht2. November 2018 © psdesign1 – fotolia.com Eine US-amerikanische Studie bestätigt, dass das kardiovaskuläre Risiko durch eine Testosteron-Ersatztherapie (TRT) nicht erhöht ist. Allerdings steige das Risiko für Schlafapnoe (OSA), berichten Forscher unter Leitung von Quoc-Dien Trinh vom Brigham and Women’s Hospital in Boston.Gemeinsam mit Kollegen hatte Trinh eine Kohorte aus 3422 männlichen Soldaten, Veteranen und Angehörigen im Alter von 40–64 Jahren untersucht. Für die Auswertung kamen Männer infrage, die aufgrund niedriger Testosteronspiegel zwischen 2006 und 2010 eine TRT erhalten hatten. Diese wurden in einem Verhältnis von 1:1 bezüglich Alter und Komorbiditäten mit Männern gematcht, die keine TRT einnahmen. Das mediane Follow-up betrug 17 Monate. Festgehalten wurde das ereignisfreie Überleben, mit den Raten an Thromboembolien, kardiovaskulären Ereignissen und OSA. Hinsichtlich des ereignisfreien Überlebens machte es bei Thromboembolien keinen Unterschied, ob Männer TRT erhielten oder nicht (p=0,239). Dagegen war das kardiovaskuläre ereignisfreie Überleben unter TRT verbessert (p=0,004). Dies schien hauptsächlich an der niedrigeren Inzidenz an Koronarerkrankungen (p=0,008) zu liegen. Allerdings stieg das Risiko für OSA mit der Therapie an: Das 2-Jahres-Risiko betrug 16,5 % (95%-KI 15,1– 18,1) in der TRT-Gruppe vs. 12,7 % (95 %-KI 11,4–14,1) in der Kontrollgruppe. Fazit Diese Studie mehrt die Beweise, dass das kardiovaskuläre Risiko, das mit einer TRT verbunden ist, nicht erhöht ist. Autoren: Cole AP et al. Korrespondenz: Dr. Quoc-Dien Trinh, Brigham and Women’s Hospital, Boston, MA, USA; [email protected] Studie: Impact of testosterone replacement therapy on thromboembolism, heart disease and obstructive sleep apnoea in men Quelle: BJU Int 2018;121(5):811–818. Web: onlinelibrary.wiley.com/journal/1464410x
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