Therapie der Belastungsinkontinenz: TVT ebenso gut wie TOT1. Januar 2024 Foto: © Krakenimages.com – stock.adobe.com Der Einsatz einer Mittelharnröhrenschlinge erzielte in einer prospektiven, randomisierten Studie aus Finnland gute Langzeitergebnisse bei der Behandlung der Stressharninkontinenz und der gemischten Harninkontinenz mit einer vorherrschenden Belastungskomponente. Die subjektiven Ergebnisse mit retropubischem Band (tension-free vaginal tape, TVT) und transobturatorischem Band (TOT) waren nach 16 Jahren Follow-up ähnlich. Die Autoren um Henna-Riikka Rossi von der PEDEGO Research Unit am Medical Research Center der Universität Oulu publizerten im „International Urogynecology Journal“ die Langzeitdaten einer früheren prospektiven randomisierten Studie. Diese wurde von 01/2004–11/2006 in der Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie des Universitätskrankenhauses Oulu durchgeführt, um die Ergebnisse von TVT und TOT zu vergleichen. Darin wurden 100 Patientinnen per Zufall TVT (n= 50) oder TOT (n=50) zugeteilt. Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 16 Jahre und die subjektiven Ergebnisse wurden mithilfe international standardisierter und validierter Fragebögen bewertet. Langzeit-Follow-up-Daten wurden von 34 TVT- und 38 TOT-Patientinnen erhoben. 16 Jahre nach der Operation sank der Wert im Urinary Incontinence Severity Score (UISS) gegenüber dem präoperativen Wert in den Gruppen mit TVT (11,88 vs. 5,00; p<0,001) und TOT (11,05 vs. 4,95; p<0,001) signifikant, was auf einen guten langfristigen Erfolg des Einsatzes einer Mittelharnröhrenschlinge hinweist. Beim Vergleich der TVT- und TOT-Verfahren unterschieden sich die subjektiven Heilungsraten laut validierten Fragebögen im Langzeit-Follow-up zwischen den Studiengruppen nicht signifikant. (ms)
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