Therapie des Morbus Crohn mit Patientenzellen20. Februar 2019 Foto: © Zerbor/Fotolia Ein neues Verfahren, bei dem eigene, modifizierte Zellen von Patienten mit Morbus Crohn verwendet werden, hat sich in Experimenten mit menschlichen Zellen als wirksam erwiesen. Eine entsprechende klinische Studie wird voraussichtlich in den nächsten sechs Monaten starten. Wissenschaftler vom NIHR Guy’s and St Thomas’ Biomedical Research Centre (BRC) entwickelten das neue Verfahren, indem sie weiße Blutkörperchen von Crohn-Patienten untersuchten und mit denen gesunder Probanden verglichen. Ihre Ergebnisse ermöglichten es BRC-Spezialisten für Zelltherapie eine neue Behandlung zu entwickeln, für die Patientenzellen in einer speziellen Kultur gezüchtet werden, sodass sie sich mehr wie Zellen von Gesunden verhalten. Prof. Graham Lord, ehemaliger Direktor des NIHR Guy’s and St Thomas’ BRC, leitete die Studie. Er sagt: “Dies ist die nächste Grenze in der Zelltherapie, denn wir gehen über die reine Behandlung der Symptome des M. Crohn hinaus und versuchen, das Immunsystem neu zu starten, um gegen die Krankheit vorzugehen.” Die Forscher stellten fest, dass regulatorische T-Zellen von M.-Crohn-Patienten geringere Mengen des darmspezifischen Proteins Integrin α4β7 produzieren als solche von Gesunden. In Zusammenarbeit mit Spezialisten der Advanced Therapies Manufacturing Platform am BRC entwickelten sie auf der Grundlage ihrer Erkenntnisse ein Zelltherapieverfahren. Diese Technik beinhaltet die Entwicklung vin Zellen mit dem Molekül RAR568, dass zum Erhalt gesunder Integrin-α4β7-Konzentrationen beiträgt. Die Zellen werden den Patienten dann mittels einer intravenösen Infusion zurückgegeben.
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