Therapierefraktäre GERD: Prüfpräparat mit guten Ergebnissen12. März 2020 Dr. Michael Vaezi vom Vanderbilt University Medical Center (VUMC). Foto: © VUMC Ein Prüfpräparat, das Gallensäuren im Magen bindet, kann in Kombination mit einem Protonenpumpenhemmer (PPI) die Schwere von Sodbrennen bei Patienten mit behandlungsresistenter gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD) verringern. Das geht aus einer neuen Studie hervor. „Für einen Arzt ist es sehr schwierig, Patienten, bei denen Standardbehandlungen nicht funktionieren, nichts Neues anbieten zu können“, sagt Dr. Michael F. Vaezi, Leiter des Center for Swallowing and Esophageal Disorders an der Vanderbilt University Medical Center (VUMC) und korrespondierender Autor der Studie. „Aber die Realität ist, dass viele unserer Patienten trotz der Einnahme ihrer PPI weiterhin mit häufigem Sodbrennen und Aufstoßen zu kämpfen haben.“ „Diese Daten liefern starke Evidenz dafür, dass Gallensäure eine Schlüsselrolle bei der refraktären GERD spielt und dass IW-3718 das Potenzial hat, für Patienten einen großen Unterschied zu machen“, fügt er hinzu. Das Prüfpräparat IW-3718 kombiniert ein etabliertes Medikament, das Gallensäuren im Magen bindet, mit einer Technologie, die die Freisetzung von Medikamenten im Magen-Darm-Trakt steuert. Es wurde gezeigt, dass Gallensäuren die Schleimhaut der Speiseröhre sowie des Magens und des Dickdarms schädigen. Zweiundfünfzig Zentren in den USA, einschließlich VUMC, nahmen von März 2016 bis April 2017 an der randomisierten Doppelblindstudie teil. Insgesamt 280 erwachsene Patienten mit refraktärer GERD wurden in vier Gruppen eingeteilt, von denen eine ein inaktives Placebo erhielt und die anderen aufsteigende Dosen von IW-3718 zweimal täglich. Die Symptome des Sodbrennens waren in der Gruppe, die die höchste Dosis erhielt (zweimal täglich 1500 mg) im Vergleich zur Placebogruppe signifikant reduziert. Die Regurgitationssymptome nahmen ebenfalls ab. Das Medikament wurde gut vertragen. Es gab keine wirkstoffbedingten schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse. „Diese Ergebnisse legen nahe, dass IW-3718 eine therapeutische Option für therapierefraktäre GERD-Patienten darstellt, die trotz einmal täglicher Einnahme von PPI weiter Symptome zeigen“, so die Schlussfolgerung der Forscher.
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