Typ-2-Diabetes: Bedeutung der Glukosekontrolle bestätigt10. August 2017 © adiruch na chiangmai – fotolia.com Eine Metaanalyse von 4 großen, randomisiert-kontrollierten Studien (ACCORD, ADVANCE, UKPDS, and VADT) mit insgesamt 27.049 Teilnehmern zeigt, dass eine intensivere Glukosekontrolle über 5 Jahre sowohl renale als auch die Augen betreffende Komplikationen des Typ-2-Diabetes verringert. Die Blutzuckersenkung bleibt wichtig für die Prävention langfristiger mikrovaskulärer Komplikationen bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes, schreiben die Studienautoren. In den Studien wurden die Effekte einer intensiven und einer weniger intensiven Glukosekontrolle miteinander verglichen. In der Follow-up-Periode von median 5 Jahren (IQR 4,5-5,0 Jahre) kam es in den Studien zu 1626 renalen Ereignissen (Nierenerkrankung im Endstadium, Tod aufgrund der Nierenerkrankung, Entwicklung einer geschätzten glomerulären Filtrationsrate < 30 ml/min/1,73m2 oder Entwicklung einer offensichtlichen diabetischen Nephropathie). Hinzu kamen 795 Augen-Ereignisse (Notwendigkeit einer retinalen Photokoagulation oder Vitrektomie, Entwicklung einer proliferativen Retinopathie oder Progression einer diabetischen Retinopathie) und 7598 Nerven-Ereignisse (neu auftretender Verlust von Vibrationsempfindung, Knöchel-reflexen oder leichter Berührung). Im Vergleich zur weniger intensiven Glukosekontrolle resultierte die intensivere Glukosekontrolle in einem absoluten Unterschied von -0,90 % beim durchschnittlichen HbA1c-Wert zum Ende des Follow-up. Das relative Risiko war reduziert um 20 % für renale Ereignisse (HR 0,80; p<0,0001) und um 13 % für Augen-Ereignisse (0,87; p=0,04), aber nicht für Nerven-Ereignisse (HR 0,98; p=0,68). Autoren: Zoungas S et al. Korrespondenz: The George Institute for Global Health, University of Sydney, Sydney, Australien Studie: Effects of intensive glucose control on microvascular outcomes in patients with type 2 diabetes: a meta-analysis of individual participant data from randomised controlled trials Quelle: Lancet Diabetes Endocrinol 2017 Jun;5(6): 431–437 Web: www.thelancet.com/journals/landia
Mehr erfahren zu: "Ampyrone als mögliche Therapieoption bei Hypopigmentierungsstörungen" Ampyrone als mögliche Therapieoption bei Hypopigmentierungsstörungen Ampyrone steigert die Melaninproduktion in Zell- und 3D-Hautmodellen. Der Ansatz könnte neue Therapieoptionen bei Hypopigmentierungsstörungen eröffnen.
Mehr erfahren zu: "Retinitis pigmentosa: Ein-Jahres-Überleben von aus Stammzellen gewonnenen neuralen Vorläuferzellen gezeigt" Retinitis pigmentosa: Ein-Jahres-Überleben von aus Stammzellen gewonnenen neuralen Vorläuferzellen gezeigt Neue klinische Daten zeigen, dass transplantierte neurale Vorläuferzellen bei Retinitis pigmentosa mindestens ein Jahr überleben und ein günstiges Sicherheitsprofil aufweisen.
Mehr erfahren zu: "Neues Modell für Melanome mit BAP1-Verlust entwickelt" Neues Modell für Melanome mit BAP1-Verlust entwickelt Wissenschaftler aus Finnland haben ein Labormodell zur Untersuchung BAP1-defizienter Melanome entwickelt, um die Forschung zu dringend benötigten neuen Therapiemöglichkeiten zu erleichtern.