Typ-2-Diabetes: Natriumarme Diät kann zu Senkung des Blutdrucks führen23. Juli 2025 Foto: © Larisa/stock.adobe.com Eine neue US-Studie hat gezeigt, dass bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes eine natriumarme DASH-Diät eine klinisch bedeutsame Blutdrucksenkung bewirkte, hauptsächlich durch die Natriumreduktion. Die DASH-Diät (Dietary Approaches to Stop Hypertension) ist reich an Obst, Gemüse und fettarmen Milchprodukten und enthält weniger gesättigte Fettsäuren und Cholesterin. Für die DASH-for-Diabetes-Studie modifizierten Forscher der Johns Hopkins University, USA, die ursprüngliche DASH-Diät für Menschen mit Typ-2-Diabetes, indem sie den Kohlenhydratanteil reduzierten und den Anteil ungesättigter Fettsäuren erhöhten. Die Forscher reduzierten zudem den Kaliumgehalt, um die Diät für Menschen mit chronischer Nierenerkrankung, die viele Diabetiker betrifft, unbedenklich zu machen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „JAMA Internal Medicine“ veröffentlicht. „Die DASH-Diät gibt es schon lange und sie gehört zur Standardbehandlung von Bluthochdruck. Wir wissen, dass sie den Blutdruck senkt, aber es gibt nur wenige Studien zu dieser Diät und der Natriumreduktion bei Diabetikern“, betont Erstautor Prof. Scott Pilla. „Ziel der Studie war es, eine neue Version der DASH-Diät zu entwickeln und zu untersuchen, wie effektiv sie den Blutdruck bei Diabetikern senkt. Wir haben sie DASH4D genannt“, fügt er hinzu. Vier Diäten im Vergleich Laut Pilla handelte es sich bei der Studie um eine Crossover-Ernährungsstudie, bei der jeder teilnehmende Patient vier Diäten in zufälliger Reihenfolge erhielt: 1) DASH4D-Diät mit niedrigem Natriumgehalt, 2) DASH4D-Diät mit höherem Natriumgehalt, 3) eine typisch amerikanische Diät mit niedrigem Natriumgehalt und 4) eine typisch amerikanische Diät mit höherem Natriumgehalt. Die Teilnehmer befolgten jede Diät fünf Wochen lang. Ihnen wurde die gesamte Nahrung zur Verfügung gestellt. Andere Nahrungsmittel als die in der Studie vorgesehenen wurden nicht verzehrt. Die Kalorienzufuhr der Teilnehmer wurde so angepasst, dass ihr Gewicht während der gesamten Studie stabil blieb. Von 102 Teilnehmern schlossen 85 alle Diätphasen ab. Das Durchschnittsalter betrug 66 Jahre, 66 Prozent waren Frauen und 87 Prozent hatten eine schwarze Hautfarbe. Der mittlere Ausgangsblutdruck lag bei 135/75 mmHg. 66 Prozent nahmen zwei oder mehr blutdrucksenkende Medikamente ein. Das Ergebnis: Im Gegensatz zur typischen amerikanischen Diät mit höherem Natriumgehalt senkte die natriumarme DASH4D-Diät den systolischen Blutdruck am Ende der Periode um 4,6 mmHg und den diastolischen Blutdruck um 2,3 mmHg. Der Großteil der Blutdrucksenkung erfolgte in den ersten drei Wochen jeder Diät. Die Wirkung der Natriumreduktion schien stärker zu sein als die Wirkung der DASH4D-Diät.
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