Typ-2-Diabetes und CKD: Metaanalyse vergleicht Wirksamkeit neuartiger Antidiabetika17. April 2026 Foto: © magicmine/stock.adobe.com Eine aktuelle Metaanalyse aus China verdeutlicht: Neuartige Antidiabetika bieten Vorteile für Patienten mit Typ-2-Diabetes und gleichzeitiger chronischer Nierenkrankheit (CKD). Die optimale Intervention variiert jedoch je nach gewünschtem Behandlungsergebnis. Es wurden zahlreiche neue Antidiabetika entwickelt. Zu diesen Medikamenten zählen Natrium-Glukose-Cotransporter-2-Inhibitoren (SGLT-2-Inhibitoren), Glucagon-like-Peptide-1-Rezeptoragonisten (GLP-1-RA) und Dipeptidylpeptidase-4-Inhibitoren (DPP-4-Inhibitoren). Die optimale Medikation für Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus (T2DM) und gleichzeitig bestehender CKD ist jedoch noch nicht etabliert, erklären die Autoren. Vor diesem Hintergrund führten die Wissenschaftler diese Studie durch, um spezifische neue Antidiabetika hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Sicherheit zu vergleichen. Die Forschungsergebnisse sind in der Fachzeitschrift „Frontiers in Endocrinology“ veröffentlicht. Unterschiedliche Wirkungen beobachtet Für die Suche nach Publikationen bis zum 9. Juli 2025 durchsuchten die Forscher die Datenbanken PubMed, Embase, Cochrane Library und Web of Science. Die Qualität der Publikationen bewerteten sie mithilfe des Cochrane Risk of Bias Tool Version 2.0 (RoB 2.0). Die Bayes’sche Netzwerk-Metaanalyse (NMA) führten sie mit R 4.2.2 und Stata 15.1 durch. Primäre Endpunkte waren schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse (MACE), kombinierte renale Endpunkte und die Gesamtmortalität. Sekundäre Endpunkte umfassten unerwünschte Ereignisse (AE), Hypoglykämie und kardiovaskulären Tod. Die Netzwerk-Metaanalyse umfasste 30 Studien mit 39.844 Teilnehmern mit T2DM und komorbider CKD. Die Interventionen wurden anhand ihrer Wirksamkeit in verschiedenen Endpunkten mithilfe der SUCRA-Werte (Surface Under the Cumulative Rank Curve) bewertet. Im Gesamtergebnis zeigte sich: Sotagliflozin belegte den ersten Platz bei der Reduzierung von MACE (SUCRA: 90,57%). Empagliflozin belegte den ersten Platz bei der Verbesserung der kombinierten renalen Ergebnisse (SUCRA: 89,76 %) und der Reduzierung der Gesamtmortalität (SUCRA: 72,38 %). Canagliflozin belegte den ersten Platz bei der Reduzierung von unerwünschten Ereignissen (SUCRA: 83,37%). Dapagliflozin + Exenatid rangierte an erster Stelle bei der Reduzierung hypoglykämischer Ereignisse (SUCRA: 77,74%). Semaglutid belegte den ersten Platz bei der Reduzierung der kardiovaskulären Mortalität (SUCRA: 89,46%). Weitere Studien erforderlich „Neuartige Antidiabetika bieten Vorteile für Patienten mit T2DM und gleichzeitig bestehender CKD. Die optimale Intervention variiert jedoch je nach gewünschtem Behandlungsergebnis“, schlussfolgert das Forscherteam um Erstautor Xiaojian Zhu von der Heilongjiang University of Chinese Medicine (China). Weitere klinische Studien seien erforderlich, um diese Ergebnisse zu bestätigen. (ri/BIERMANN) Das könnte Sie auch interessieren: Chronische Nierenkrankheit: Körperliche Betätigung kann Dialyseeffizienz steigern und Restnierenfunktion erhalten RNA als Übeltäter: Genetische Ursache für neonatalen Diabetes aufgedeckt
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