Umfrage: Viele Bundesbürger kennen den Beckenboden nicht11. Dezember 2020 Die wichtige Funktion des Beckenbodens ist vielen Deutschen unbekannt. Grafik: Henning Riediger – stock.adobe.com Mindestens fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden an Blasenschwäche. Doch laut einer aktuellen Umfrage ist das Wissen zum Thema Inkontinenz nach wie vor sehr lückenhaft. So geben 31 Prozent der Befragten zu, nicht zu wissen, was der Beckenboden ist. 18 Prozent der Befragten sind sogar der Meinung, dass Männer ihn gar nicht haben. Doch diese mangelnden Informationen gehen zu Lasten der Gesundheit, denn Beckenbodentraining ist ein wesentlicher Bestandteil zur Bekämpfung von Blasenschwäche. Für die Studie wurden im Auftrag der Firma Ontex Healthcare Deutschland mehr als 1.000 Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ befragt. “Viele Menschen haben sich mit dem Thema Inkontinenz noch nicht auseinandergesetzt. Sie wissen nicht, dass ein schwacher Beckenboden zur Blasenschwäche führen kann”, sagt Detlef Röseler, Geschäftsführer der auf Inkontinenzprodukte spezialisierten Ontex Healthcare Deutschland GmbH. Der Beckenboden ist ein Komplex aus Muskeln und Bindegewebe, den man nicht sieht und spürt. “Trotzdem können Betroffene Übungen lernen, um die Muskeln gezielt zu bewegen.” Vor allem Männer setzen sich mit diesem Teil ihres Körpers wenig auseinander. So liegt der Anteil derjenigen, die den Beckenboden nicht kennen, bei immerhin 43 Prozent. Zum Vergleich: Bei den Frauen ist das nur knapp ein Fünftel. Das Wissen um den Zusammenhang zwischen diesem Muskelkomplex und Inkontinenz ist zudem eine Frage des Alters. Sowohl die Jüngeren (18 bis 34 Jahre) als auch die Altersgruppe über 55 Jahre sind in Sachen Beckenboden überdurchschnittlich unsicher. Nur gut jeder dritte Mann kennt Übungen für ein Beckenbodentraining Durch Beckenbodentraining bekommen Betroffene ihre Probleme mit Blasenschwäche häufig besser in den Griff. Immerhin zwei Drittel aller Frauen in der Studie kennen bereits Übungen, mit denen das gelingt. Bei den Männern sind es dagegen nur 38 Prozent. Der Irrglaube, dass der Beckenboden beim Toilettengang automatisch trainiert wird, ist mit 28 Prozent bei Männern und Frauen gleich stark verbreitet. (Ontex / ms)
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