Universitätsklinikum Heidelberg: Neue Ärztliche Direktorin der Klinik für Nephrologie

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Prof. Julia Weinmann-Menke hat am 1. März 2026 die Ärztliche Direktion der Klinik für Nephrologie am Zentrum für Innere Medizin des Universitätsklinikums Heidelberg – vormals Nierenzentrum Heidelberg – übernommen.

Laut Universitätsklinikum Heidelberg plant Weinmann-Menke, in Heidelberg weitere nephrologische Spezialambulanzen aufzubauen, zum Beispiel für Patienten mit glomerulären Nierenkrankheiten. In diesem Zusammenhang sei es ihr ein wichtiges Anliegen, die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen in der Region zu pflegen und zu intensivieren. „Nephrologische Patientinnen und Patienten haben in der Regel mehrere Erkrankungen. Sie sind regelmäßig bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, die ihre Patienten entsprechend gut kennen – es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig informiert halten“, so Weinmann-Menke.

„In der Nephrologie sieht man immer den ganzen Patienten, denn bei den entzündlichen Systemerkrankungen kann jedes Organ betroffen sein“, beschreibt Weinmann-Menke. Behandlungs- und Forschungserfolge beruhten auch auf einer guten Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Fachgebieten, insbesondere der Kardiologie.

Prof. Julia Weinmann-Menke, Foto: Universitätsklinikum Heidelberg.

„Das funktioniert in Heidelberg sehr gut, und das möchte ich selbstverständlich fortführen. Dass die Klinik für Nephrologie in direkter Nachbarschaft von Chirurgie, Innerer Medizin und in Zukunft auch des neuen Herzzentrums liegt, ist für mich ein großes Geschenk“, betont sie.

Gezielte translationale Forschung

Durch die Einrichtung der W3-Professur für „Nephrologie“ an der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg würden die Forschungsschwerpunkte – insbesondere in der Transplantationsimmunologie, bei Systemerkrankungen und in interdisziplinären Querschnittsbereichen – strategisch erweitert und gestärkt, heißt es in der Pressemitteilung. Damit entstehe ein Umfeld, in dem translationale Ansätze weiterentwickelt und in die klinische Anwendung überführt werden können.

Neben Fragestellungen aus der Transplantationsmedizin liegt Weinmann-Menkes Forschungsschwerpunkt auf chronischen Nierenkrankheiten. Die Chronische Nierenkrankheit (CKD) und die Glomerunephritiden, hier insbesondere die Lupus-Nephritis, waren bereits in Mainz zentrale Forschungsthemen der Nephrologin.

Heidelberg: Seit 2025 Teil des Zentrums für Innere Medizin

Die Klinik für Nephrologie, deren Ärztliche Direktorin Weinmann-Menke ab dem 1. März 2026 ist, gehört seit dem 1. Januar 2025 zum Universitätsklinikum Heidelberg. Zuvor war der Nierenzentrum Heidelberg ein halbes Jahrhundert lang Träger des nephrologischen Fachkrankenhauses, das in direkter Nachbarschaft zur Medizinischen Klinik und Chirurgischen Klinik auf dem Campus im Neuenheimer Feld liegt. Rund 220 Mitarbeitende versorgen jährlich circa 2700 stationäre und teilstationäre sowie rund 8500 ambulante Patienten.

Der langjährige Ärztliche Direktor des Heidelberger Nierenzentrums, Zeier, wurde zum Jahresende 2025 im Rahmen einer Feierstunde von Boutros, Debus sowie Prof. Markus Weigand, stellvertretender Leitender Ärztlicher Direktor des UKHD, und dem gesamten Team der Klinik für Nephrologie verabschiedet.

Zur Person Prof. Weinmann-Menke

Weinmann-Menke wurde 1977 in Bad Soden am Taunus geboren. Im Anschluss an ihr Studium der Humanmedizin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) promovierte sie im Dezember 2005 in der Nephrologie und Klinischen Immunologie der JGU. Von 2006 bis 2008 war sie als Stipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am Harvard Institute of Medicine, Brigham and Women’s Hospital, in Boston (USA). Sie kehrte anschließend an die Mainzer Universitätsmedizin zurück und habilitierte sich 2012 im Fach „Innere Medizin“. 2018 übernahm sie die Leitung des Schwerpunkts Nephrologie und Nierentransplantation an der I. Medizinischen Klinik.

2023 nahm Weinmann-Menke den Ruf auf die W3-Professur für „Nephrologie, Rheumatologie und Nierentransplantation“ an und ist Ko-Direktorin der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik. Sie ist unter anderem Präsidiumsmitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften und Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie.