Universitätsklinikum Jena: Hightech-Geräte sollen Reproduktionsforschung stärken4. März 2025 Die CEPRE Junior Scientists Dr. Elizabeth Soczewski und Dr. Martin Murrieta Coxca führen die Doktorandin Alin Hernandez Bustos (v.l.) in die Bedienung des neuen Mikroskops im Placenta-Labor ein. Pacheco/UKJ Eine neue Zusatzförderung des Bundesforschungsministeriums ermöglicht laut Universitätsklinikum Jena „beste Arbeitsbedingungen“ für Nachwuchsforschende im Zentrum für Frühschwangerschaft und Reproduktive Gesundheit. Das Zentrum für Frühschwangerschaft und Reproduktive Gesundheit Jena – CEPRE – ist eines von bundesweit insgesamt fünf interdisziplinären Nachwuchszentren, die mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung biologische und medizinische, aber auch psychosoziale und medizinethische Aspekte der menschlichen Fortpflanzung erforschen. Acht Nachwuchsforschende und deren Arbeitsgruppen konnten im vergangenen Jahr ihre Forschungsprojekte an Universitätsklinikum und Universität Jena beginnen. Dank einer zusätzlichen Investitionsförderung des Ministeriums verbesserten sich laut Universitätsklinikum Jena deren Arbeitsbedingungen noch einmal deutlich. „Wir konnten Laborgeräte für über eine Million Euro beschaffen. Diese ermöglichen Probenvorbereitung, hochspezialisierte Analysen und Datenauswertungen in einer neuen Qualität“, freut sich der Koordinator des Zentrums, Prof. Udo Markert. So nutzt die Arbeitsgruppe der Biologin Dr. Elizabeth Soczewski eine neues 3D-Live-Mikroskop, um in Echtzeit die Veränderung der Schleimhautzellen der Gebärmutter zu beobachten, die für die Einnistung des Embryos unerlässlich sind. Ein Analysegerät für Bio- und Nanopartikel wird in der Arbeitsgruppe von Dr. Martin Murrieta Coxca genutzt. Damit können kleinste Zellbestandteile untersucht und gezählt werden, die die Plazenta ins mütterliche Blut abgibt. Ziel dabei ist es, die Kommunikation von mütterlichen und fetalen Zellen besser zu verstehen. Zur Neuausstattung gehören weiterhin ein Pipettierroboter für die automatisierte Probenvorbereitung, ein Slidescanner, der über Nacht Gewebeschnitte vollautomatisch digitalisiert, PCR-Systeme, ein DNA/RNA-Sequenziergerät sowie leistungsstarke Systeme für die Datenauswertung und –speicherung. Neben der Forschungsarbeit umfasst das CEPRE-Konzept ein Qualifizierungsprogramm mit fachlichen und Soft Skills-Kursen, regelmäßigen Seminaren mit internationalen Vortragenden, Forschungsaufenthalten in kooperierenden Laboren und Kongressteilnahmen. „Wir wollen die Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler in unserem Zentrum befähigen, eine eigene Arbeitsgruppe fachlich und administrativ zu leiten. Das soll sie persönlich in ihrer wissenschaftlichen Karriere und das Forschungsgebiet der Reproduktionsmedizin in Deutschland voranbringen. Es ist toll, dass wir dafür auch eine Top-Ausstattung bieten können“, sagt Markert abschließend.
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