Universitätsklinikum Leipzig nimmt drei neue Hochpräzisions-Operationssäle in Betrieb7. September 2022 Am 06.09.2022 wurde der Erweiterungsbau des Zentral-OPs am UKL feierlich eröffnet. Foto: UKL Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist der Erweiterungsbau des Zentralen OP-Bereichs in Betrieb genommen worden. Nach UKL-Angaben stehen jetzt drei zusätzliche Operationssäle mit intraoperativer Bildgebung zur Verfügung. Sie nutzen modernste Navigations- und Gerätetechnik, in die Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) und Angiographie integriert sind. Die Besonderheiten im Detail: In einem der neuen Säle sind ein 3-Tesla-MRT-System und ein dazugehöriger radiologischer Arbeitsplatz integriert. Durch die direkte Verbindung des Operationsbereichs mit dem MRT können während einer Operation Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden. Auf diese Weise wird geprüft, ob ein Tumor vollständig oder maximal umfassend erkannt und erfasst wurde – für das Überleben der Betroffenen ein entscheidender Faktor. Auf diese Weise werden wichtige Strukturen besser geschützt und erkranktes Gewebe dennoch sicher entfernt – ein Verfahren, das vor allem in der Neurochirurgie bei Hirntumoren eine wichtige Rolle spielt. Im zweiten neuen Saal können mit Hilfe eines mobilen CT-Geräts und eines sogenannten 3D-C-Bogens vor allem komplizierte Eingriffe an der Wirbelsäule, am Becken oder allen Gelenken mit integrierter Bildkontrolle noch während der Operation erfolgen. Dabei fließen die Daten des CT direkt an das ebenfalls integrierte Navigationssystem zur computergestützten Planung für das korrekte Setzen der Implantate – ein entscheidender Faktor für deren langfristige Stabilität und den Schutz wichtiger anatomischer Strukturen. Im dritten Hybrid-Operationssaal steht den UKL-Gefäßspezialisten der Angiologie und Gefäßchirurgie eine hochmoderne strahlenreduzierte Angiographie-Anlage mit allen notwendigen Zusatzgeräten wie zum Beispiel einem kabellosen Ultraschall-Gerät zur Verfügung. Dieses System kommt vor allem bei komplizierten Operationen an der Aorta und anderen großen Blutgefäßen zur Behandlung von Aneurysmen zum Einsatz und zeigt den genauen Verlauf und Zustand der zu operierenden Gefäße. Das eröffnet zudem in der Versorgung von Unfallverletzten und Notfällen neue Möglichkeiten, auch dank der direkten Anbindung aller zentralen Operationssäle am UKL an die Notaufnahme und die Intensivstationen. (UKL/ms)
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