Universitätsklinikum Regensburg: Sarkomzentrum mit neuer Leitung6. Mai 2025 Prof. Maya Niethard, Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie, hat die Leitung des Sarkomzentrums übernommen und bringt als zertifizierte Tumororthopädin ein neues Spezialgebiet ans UKR. Foto: Vincent Schmucker/© UKR Das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) stärkt seine medizinische Versorgung bei seltenen Krebserkrankungen: Prof. Maya Niethard, Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie, hat die Leitung des Sarkomzentrums übernommen und bringt als erfahrene Tumororthopädin ein neues Spezialgebiet ans UKR. Mit dem Ausbau der Tumororthopädie zählt das UKR nun zu den wenigen Zentren in Deutschland, die Patienten jeden Alters umfassend bei Knochen- und Weichteiltumoren behandeln können. „Unser Ziel ist es, Betroffenen wohnortnah die bestmögliche Behandlung zu bieten – besonders auch Kindern und Jugendlichen mit Knochenkrebs“, unterstreicht Niethard. „Für viele Familien bedeutet das kürzere Wege und eine enge, vertrauensvolle Betreuung.“Die Tumororthopädie ergänzt das bisherige Spektrum des Sarkomzentrums um wichtige operative Verfahren und spezialisierte Nachsorge. Dazu zählen unter anderem:• Operationen bei Knochenmetastasen• Wachstumsfähige Tumorprothesen für Kinder• Biologische Rekonstruktion mit körpereigenem Knochen• Funktionserhaltende Eingriffe wie die sogenannte Umkehrplastik• Perspektivisch im Aufbau: Isolierte hypertherme Extremitätenperfusion (Eine spezielle Chemotherapieform, bei der ein Arm oder Bein vorübergehend gezielt mit erhitzter Chemotherapie durchspült wird, um lokal fortgeschrittene Weichgewebesarkome an den Extremitäten isoliert zu behandeln) Sarkomzentrum: Enge Zusammenarbeit für eine ganzheitliche Behandlung Das Sarkomzentrum ist Teil des University Cancer Center Regensburg (UCC-R). Es bündelt die Kompetenzen von acht Kliniken des UKR, einer Klinik des Caritaskrankenhauses St. Josef sowie der Pathologie der Universität Regensburg. Die zehn beteiligten Fachbereiche arbeiten eng zusammen – mit regelmäßigen Fallbesprechungen und abgestimmten Behandlungswegen.„Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ist unsere Stärke. Sie ermöglicht eine individuelle Therapieplanung und eine durchgehende Betreuung – vom ersten Verdacht bis zur Nachsorge“, betont Niethard.Mit der neuen Leitung und dem erweiterten Leistungsspektrum positioniert sich das UKR als zentrale Anlaufstelle für Sarkom-Patienten in Ostbayern – und darüber hinaus.
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