Universitätsmedizin Greifswald: Pilotstudie zur personalisierten Nephrologie in Zeiten von SARS-CoV-221. Mai 2024 Foto: © filins-1/stock.adobe.com Ein Forschungsprojekt der Universitätsmedizin Greifswald zur personalisierten Nephrologie in Zeiten von SARS-CoV-2 wird vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern mit 500.000 Euro gefördert. Neun Millionen Menschen und damit mehr als zehn Prozent der Gesamtbevölkerung sind in Deutschland an der Niere erkrankt. Laut der Study of Health in Pomerania (SHIP) sind in Vorpommern sogar etwa 17 Prozent der erwachsenen Bevölkerung betroffen. „Der Einsatz von Professorin Endlich und ihrem Team für die Nierengesundheit und bessere Therapiemöglichkeiten für Patientinnen und Patienten ist geradezu herausragend.“ Mit diesen Worten würdigte die Gesundheitsministerin von Mecklenburg-Vorpommern (MVP), Stefanie Drese, am 17. Mai 2024 auf einem Fachtag zum Weltnierentag die Forschungsaktivitäten und Aufklärungsarbeit am Institut für Anatomie und Zellbiologie der Universitätsmedizin Greifswald. Um die Forschung zur Diagnostik und Therapie von Nierenerkrankungen effektiver zu machen und die Erkenntnisse der Nierenheilkunde im Norden synergetisch zusammenzuführen, gründete Endlich 2017 den Förderverein Nordverbund Niere – „Save the Kidney“. Ihm gehören mittlerweile hochkarätige Wissenschaftler aus Greifswald, Hamburg, Hannover, Kiel und Rostock sowie erfahrene Nierenärzte aus dem gesamten Norden an. Der Verein organisiert seit 2019 unter Leitung von Endlich einen Weltnierentag in der Hansestadt Greifswald, der auf die enorme Bedeutung von Nierenerkrankungen aufmerksam macht und einen Fachaustausch bietet. Drese ist Schirmherrin der Veranstaltung. Individuell abgestimmte Therapieverfahren mittels KI „Ich bin sehr dankbar, dass die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitätsmedizin Greifswald sich bereits seit Jahren der Erforschung und Behandlung nephrologischer Erkrankungen mit großem Erfolg widmen“, verdeutlichte Drese. „Wir freuen uns, dass wir als Landesregierung einen Beitrag im Rahmen der Nierenforschung leisten, indem wir mit 500.000 Euro eine Pilotstudie zur personalisierten Nephrologie in Zeiten von SARS-CoV-2 fördern.“ Das Ziel der Studie besteht darin, mithilfe molekularbiologischer Methoden Biomaterialien wie Blut, Urin und Biopsien von Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung und von Patienten mit einer Niereninsuffizienz zu analysieren, so Drese. Die daraus resultierenden Daten werden in eine Biodatenbank eingepflegt, um unter Einsatz von künstlicher Intelligenz auf der Basis der personalisierten Nephrologie individuell abgestimmte Therapieverfahren einleiten zu können, heißt es weiter. „Wir warten gespannt auf den Abschlussbericht und weitere Entwicklungen in diesem Themenfeld“, kommentierte Drese abschließend.
Mehr erfahren zu: "Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent" Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent Der GKV-Schätzerkreis hat seine Prognosen für die finanziellen Rahmenbedingungen für 2027 abgegeben. Der Bundesgesundheitsminister wertet es als Erfolg des GKV-Spargesetzes, die KBV übt daran weiter Kritik.
Mehr erfahren zu: "„Tag der Überlastung im Gesundheitswesen“ immer früher" „Tag der Überlastung im Gesundheitswesen“ immer früher Der Tag, an dem die Einnahmen aus dem allgemeinen Beitragssatz der Gesetzlichen Krankenversicherung rechnerisch nicht mehr ausreichen, um die Ausgaben für das gesamte Jahr zu finanzieren, ist in diesem Jahr […]
Mehr erfahren zu: "Bundestag beschließt Notfallreform" Bundestag beschließt Notfallreform Das Gesetz zur Reform der Notfallversorgung wurde nach 2./3. Lesung mit den Stimmen der Koalition und der Grünen beschlossen. AfD und Linke enthielten sich. Ziel der Reform ist es, Patienten im […]