Untersuchungen zu Malaria-Fällen in Frankfurt dauern an

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Insgesamt starben im Sommer drei Menschen an Malaria. Sind die jüngsten Fälle auf eine gemeinsame Ursache zurückzuführen? Das ist laut Gesundheitsamt noch offen.

Nach insgesamt drei Todesfällen durch Malaria in Frankfurt dauern die Untersuchungen zu den Hintergründen an. Auch die Laboruntersuchungen, die Aufschluss über einen möglichen Zusammenhang der Fälle geben sollen, liefen noch, teilt das Frankfurter Gesundheitsamt auf Anfrage mit. Im Sommer hatten sich acht Menschen mit Malaria infiziert, sechs davon waren Beschäftigte des Flughafens, dann erkrankten zwei Bewohner eines nahegelegenen Stadtteils.

Vermutung zu den Schwanheim-Fällen

Bisher lägen noch keine Erkenntnisse dazu vor, ob die beiden Erkrankungen in dem Stadtteil Schwanheim auf dieselbe Quelle zurückzuführen seien, hieß es. Das Gesundheitsamt geht von sogenannter Flughafen-Malaria aus. Dabei wird der Erreger von Anopheles-Mücken übertragen, die mit einem Flugzeug aus einem Malaria-Gebiet nach Deutschland gelangen.

Das Gesundheitsamt vermutet, dass eine Mücke mehrere Kilometer bis nach Schwanheim flog. Am Frankfurter Flughafen und in Schwanheim wurden spezielle Mückenfallen aufgestellt, in die aber nach Angaben des Gesundheitsamtes bislang keine Anopheles-Mücke hineinflog.

Keine weiteren Fälle bekannt geworden

Einer der Verstorbenen war ein Bewohner Schwanheims. Wie es dem anderen Malaria-Patienten aus dem Stadtteil geht, teilte das Gesundheitsamt aus Datenschutzgründen nicht mit. Weitere Fälle seien nicht hinzugekommen.

Mit sinkenden Temperaturen nehme die Aktivität der Anopheles-Mücken ab, sodass das Risiko einer Übertragung zurückgehe, erklärte das Gesundheitsamt. Die üblichen Schutzmaßnahmen vor Mückenstichen wie das Tragen langer Kleidung und die Verwendung von Mückenschutzmitteln können weiterhin sinnvoll sein.