Update der Melanom-Leitlinie des NICE: Behandlung ist besser, aber auch komplexer geworden

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Bei der Behandlung des Melanoms hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. So ist – seit im Jahr 2015 das britische National Institute for Health and Care Excellence (NICE) erstmals seine Melanom-Leitlinie veröffentlichte – mit der Einführung wirksamer systemischer Therapien ein Paradigmenwechsel im Management eingetreten.

Ein aktueller Artikel im „British Journal of Dermatology“ fasst die wichtigsten der jüngsten Aktualisierungen der NICE-Leitlinien zusammen.

Wie die Forscher um Dr. Myles J. Smith vom Royal ­Marsden Hospital in London, Großbritannien, berichten, hätten diese Innovationen die Behandlung von Melanomen im gesamten Krankheitsverlauf neu gestaltet und die klinischen Ergebnisse verbessert. Die chirurgische Behandlung habe sich weiterentwickelt, die Rolle der Wächterlymphknotenbiopsie bei der Stadienbestimmung und Behandlung regionaler Lymphknoten sei klar definiert worden, und der Bedarf an und die Indikationen für radikale Lymphknotendissektionen seien zurückgegangen, führen die Autoren weiter aus.

Ferner weist das Team darauf hin, dass bei fortgeschrittener Erkrankung effektive Therapien eine Deeskalation der Operation ermöglicht haben, wodurch sich Rolle und ­Reihenfolge lokaler Therapien ­verändert haben. So gebe es mehr regionale Therapien für In-
transit-Metastasen (lokoregionäre Hautmetastasen), die dieses Krankheitsbild im Rahmen einer multi­disziplinären Versorgung wirksam kontrollieren könnten. (sf)

Autoren: Smith M et al.
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Studie: Melanoma: assessment and management summary of the 2022 update of the National Institute for Health and Care Excellence guidelines
Quelle: Br J Dermatol 2025;192(5):807–817. (open access)
Web: doi.org/10.1093/bjd/ljaf016