Ureteroskopie und Laserlithotripsie bei pädiatrischen Patienten: Höhere Steinfreiheitsraten beobachtet

Harnsteine (Foto: © remik44992/stock.adobe.com)

Die Steinbehandlung mittels Ureteroskopie und Laserlithotripsie (URSL) ist eine sichere und effiziente Methode zur Behandlung großer Harnsteine im oberen Harntrakt bei Kindern und weist eine hohe Steinfreiheitsrate (SFR) und eine niedrige Komplikationsrate auf.

Darauf deuten Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern der Medizinischen Universität Wien (Österreich) hin. Dies könnte laut den Forschern eine alternative Behandlungsmethode zur perkutanen Chirurgie bei großen Steinen im oberen Harntrakt darstellen.

In der Studie wurde die Sicherheit und Wirksamkeit der Ureteroskopie und der URSL zur Behandlung großer Steine im oberen Harntrakt bei Kindern untersucht. Dazu führten die Forscher eine retrospektive Analyse der prospektiven Datenbank an pädiatrischen Patienten durch, die zwischen 2011 und 2023 am Universitätsklinikum Southampton, Großbritannien, wegen Steinen mit einer Größe von mindestens 2 cm eine URSL erhielten. Dabei analysierten die Wissenschaftler Patientendemografie, Steineigenschaften, Operationsdetails, SFR und Komplikationen.

Hohe Steinfreiheitsrate, keine Komplikationen

Insgesamt wurden 23 Patienten (medianes Alter 11 Jahre) einer URSL unterzogen. Die mittlere Gesamtsteinlänge betrug 24,7±6,49 mm, wobei 12 (52,2 %) Patienten mehrere Steine aufwiesen. Präoperatives Stenting, Ureterzugangsschleusen und postoperatives Stenting wurden bei neun (39,1%), vier (17,4 %) beziehungsweise zehn Patienten (43,5%) eingesetzt. Die Behandler verwendeten einen Holmium-Laser.

Die SFR nach dem ersten Eingriff betrug 91,3 Prozent, ohne dass es zu Komplikationen kam. Insgesamt wurde lediglich von einer Komplikation (postoperatives Fieber, Clavien-Dindo I) berichtet. Die mediane Aufenthaltsdauer betrug einen Tag.

(ri)