Urologenzahl nimmt überdurchschnittlich zu – Mehr Frauen im Fach30. April 2020 Screenshot aus dem Imagefilm der Deutschen Gesellschaft für Urologie: Junge Leute sollen für das Fach begeistert werden. Quelle: DGU, Auswahl: ms Nach den aktuellen Zahlen des Bundesarztregisters der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hat die Zahl der Urologen in der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung doppelt so stark zugenommen wie im Durchschnitt aller Arztgruppen. Auch Frauen scheint das Fach vermehrt anzuziehen. Zum Stichtag 31.12.2019 nahmen insgesamt 149.710 Ärzte an der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung teil. Das sind 0,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Darunter waren 3426 Urologen, das sind 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Den höchsten Zuwachs verzeichnen die Laborärzte mit 3,8 Prozent. Urologie gilt als “männliches” Fach: Es sind überwiegend Männer, welche diesen Facharztstatus haben, es gibt im Fach langwierige und kraftzehrende Operationen und das Fach hat sich jahrelang – vielleicht zu sehr – als “der Facharzt für den Mann” zu verstehen gegeben. Vielleicht scheinen aber Kampagnen wie “Für alle. Für jeden. Für uns.” allmählich zu fruchten. Jedenfalls liegt das Fach an der Spitze, was den Zuwachs an Ärztinnen betrifft: Gegenüber dem Vorjahr gibt es nunmehr 8,9 Prozent mehr Urologinnen in der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung, immerhin 478 an der Zahl. Dies sind allerdings nur 14 Prozent der urologischen Ärzte insgesamt – hier gilt es also noch viel aufzuholen. (ms)
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