Urologie: KI-Chatbot soll bei Weiterbildungen unterstützen29. Juli 2025 Foto: © Miha-Creative/stock.adobe.com Forschende vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben in Zusammenarbeit mit der Urologischen Universitätsklinik Mannheim einen Chatbot („UroBot“) auf Basis künstlicher Intelligenz entwickelt und erfolgreich erprobt. Die bereitgestellte Version von UroBot richtet sich speziell an medizinisches Fachpersonal in der Urologie. Sie soll unterstützen bei der Vorbereitung auf Prüfungen, bei der Recherche von Leitlinienempfehlungen oder klinischen Entscheidungen. Nach Angaben des DKFZ greift die KI dabei auf eine strukturierte, ständig aktualisierte Wissensdatenbank zurück und liefert evidenzbasierte, nachvollziehbare Antworten – inklusive Quellennachweis. Entwickelt wurde das Modell unter der Leitung von Titus Brinker (DKFZ). Es basiert auf dem Sprachmodell GPT-4o von OpenAI, das durch Informationen aus den aktuellen urologischen Leitlinien erweitert wird. Getestet wurde das System an 200 Facharztfragen der European Association of Urology (EAU) – mit hervorragendem Ergebnis: UroBot beantwortete 88,4 Prozent der Fragen korrekt und übertraf damit sowohl andere Sprachmodelle als auch die durchschnittliche Leistung von Prüfungskandidaten deutlich. 88,4 Prozent der Fragen korrekt beantwortet Ärzte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können UroBot nun über die zertifizierte Fortbildungsplattform urotube.de kostenfrei nutzen. Dort steht der Bot nach einmaliger Registrierung mit EFN-Nummer zur Verfügung. „CME-zertifizierte Live-Webinare und On-Demand-Fortbildungen werden durch UroBot ideal ergänzt. Besonders Assistenzärzte profitieren von der Möglichkeit, sich interaktiv, schnell und verlässlich auf klinische Herausforderungen oder Prüfungen vorzubereiten“, heißt es in der Pressemitteilung des DKFZ. „Mit UroBot ist Leitlinienwissen in Sekundenschnelle für die ärztliche Fortbildung abrufbar, nachvollziehbar belegt und auf individuelle Fragestellungen zugeschnitten – und das kostenfrei“, so Brinker. „Gerade bei der wachsenden Komplexität der Onkologie und den damit verbundenen Leitlinien bietet UroBot die Chance, ärztliche Entscheidungskompetenz zu stärken und Patientensicherheit zu erhöhen.“ Das Projektteam um Martin Hetz, DKFZ, hat den Code von UroBot frei zugänglich gemacht, um eine Weiterentwicklung in weiteren medizinischen Fachdisziplinen zu fördern. „Mit Blick auf die Zukunft könnte das Modell ein wichtiger Baustein für eine flächendeckend leitliniengerechte Versorgung in Zeiten von Fachkräftemangel und steigender Systemkomplexität sein“, so das DKFZ.
Mehr erfahren zu: "Neoadjuvante Therapie vor Zystektomie: TAR-200 plus Cetrelimab überzeugt in Primäranalyse" Weiterlesen nach Anmeldung Neoadjuvante Therapie vor Zystektomie: TAR-200 plus Cetrelimab überzeugt in Primäranalyse Die Hinzunahme eines Gemcitabin abgebenden Systems in Kombination mit dem Checkpoint-Inhibitor Cetrelimab hat als neoadjuvante Therapie bei Patienten mit muskelinvasivem Blasenkrebs (MIBC) bessere Erfolge erzielt als Cetrelimab allein.
Mehr erfahren zu: "Reddit-Beiträge könnten bislang unbekannte Nebenwirkungen aufdecken" Weiterlesen nach Anmeldung Reddit-Beiträge könnten bislang unbekannte Nebenwirkungen aufdecken Millionen Nutzerinnen und Nutzer tauschen sich weltweit im Interforum Reddit aus. Einer aktuellen US-Studie zufolge, verstecken sich in den Beiträgen womöglich auch nützliche Hinweise auf bislang unbekannte Nebenwirkungen von Medikamenten, […]
Mehr erfahren zu: "Kein Erfolg mit Checkpoint-Inhibitor plus Chemotherapie bei mCRPC nach ARPI-Vorbehandlung" Kein Erfolg mit Checkpoint-Inhibitor plus Chemotherapie bei mCRPC nach ARPI-Vorbehandlung Bei Patienten mit chemotherapienaivem metastasierten kastrationsresistenten Prostatakrebs (mCRPC), die bereits eine Behandlung mit einem Androgenrezeptor-Inhibitor (ARPI) hinter sich haben, verlängert die Zugabe des Checkpoint-Inhibitors Nivolumab zu Docetaxel nicht das Überleben. […]