USA: Mehr Klinikeinweisungen aufgrund von RSV als wegen COVID-19 und Influenza20. Dezember 2023 Foto: © Piman Khrutmuang – stock.adobe.com Im Winter 2021/2022, als mehrere Atemwegserreger gleichzeitig kursierten, wurden in den USA Kinder häufiger wegen einer Infektion mit dem Respiratorischen Syncytial-Virus (RSV) ins Krankenhaus eingeliefert als wegen Influenza oder COVID-19. Das zeigt eine retrospektive Kohortenstudie. Für diese hatten Suchitra Rao vom Children‘s Hospital Colorado in Aurora, USA, Krankenhausdaten aus Colorado analysiert und die Zahl der Kinder und Jugendlichen (<18 Jahre), die zwischen dem 1. Oktober 2021 und dem 30. April 2022 wegen COVID-19, Influenza oder RSV hospitalisiert und standardisierten molekularen Tests unterzogen worden waren, extrahiert. Mithilfe einer multivariablen log-binomialen Regressionsmodellierung bewerteten die Autoren die Assoziationen zwischen Erregertyp und Diagnose, Aufnahme auf die Intensivstation, Dauer des Krankenhausaufenthaltes und höchster Stufe der verabreichten Atemunterstützung. Von 847 hospitalisierten Kindern und Jugendlichen waren 490 (57,9 %) mit RSV, 306 (36,1 %) mit SARS-CoV-2 und 51 (6 %) mit Influenza-Viren infiziert. Die meisten Kinder mit RSV-Infektion waren <4 Jahre alt (92,9 %), während Krankenhauseinweisungen aufgrund von Influenza bei älteren Kindern beobachtet wurden. Bei RSV-Fällen war im Vergleich zu COVID-19- und Influenza-Fällen eher eine Sauerstoffunterstützung über eine Nasenkanüle erforderlich (p<0,0001), während bei COVID-19-Fällen eher eine invasive mechanische Beatmung erforderlich war als bei Influenza- und RSV-Fällen (p<0,0001). Unter Verwendung multivariabler log-binomialer Regressionsanalysen war das Risiko einer Einweisung auf die Intensivstation bei Kindern mit Influenza im Vergleich zu Kindern mit COVID-19 am höchsten (relatives Risiko 1,97; 95 %-Konfidenzintervall 1,22–3,19), während das Risiko einer Pneumonie, Bronchiolitis, einer längeren Verweildauer im Krankenhaus und eines Sauerstoffbedarfs bei Kindern mit RSV höher war. „In einer Saison, in der es zu einer Koinzidenz von Atemwegserregern kam, wurden Kinder am häufigsten wegen RSV ins Krankenhaus eingeliefert, waren diese jünger und benötigten im Vergleich zu Kindern mit Influenza und COVID-19 mehr Sauerstoff und nichtinvasive Beatmung“, fassen die Autoren ihre Ergebnisse abschließend zusammen. (ej)
Mehr erfahren zu: "Embryonales Rhabdomyosarkom: Studie findet unterstützende Behandlungsmöglichkeit" Embryonales Rhabdomyosarkom: Studie findet unterstützende Behandlungsmöglichkeit Bei alveolarem und embryonalem Rhabdomyosarkom ist die prinzipiell mögliche Differenzierung der Tumorzellen zu Skelettmuskelzellen gehemmt. Forschende der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg haben nun einen Weg gefunden, die Umwandlung anzustoßen […]
Mehr erfahren zu: "Neu entdeckte Schwachstelle könnte Medulloblastome angreifbar machen" Neu entdeckte Schwachstelle könnte Medulloblastome angreifbar machen Forschende am Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg und am St. Jude Children’s Research Hospital in Memphis (USA) haben eine mögliche neue Schwachstelle bei Medulloblastomen entdeckt. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass ein bestimmtes Protein […]
Mehr erfahren zu: "Das Ganglabor in der Hosentasche" Das Ganglabor in der Hosentasche Bisher braucht es teure Labore, um zu verstehen, wie sich Kinder mit Zerebralparese bewegen und was ihnen helfen kann. Ein Forschungsteam aus Österreich will herausfinden, ob künftig auch ein Smartphone-Video […]