Verhinderung eines Schlaganfallrezidivs bei Vorhofflimmer-Patienten: Frühe DOAK-Einleitung vorteilhaft27. Oktober 2025 Symbolbild: ©daniiD/stock.adobe.com Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Einleitung einer direkten oralen Antikoagulation (DOAK), um bei Menschen mit akutem ischämischen Schlaganfall und Vorhofflimmern (VHF) ein frühes Schlaganfallrezidiv zu verhindern? Das untersuchten Forscher in der Metaanalyse CATALYST. Die Ergebnisse von CATALYST – publiziert in „The Lancet“ – sprechen dem frühzeitigen Vorgehen (≤4 Tage) im Vergleich zu einem Start nach mindestens fünf Tagen einen Mehrwert zu. Die CATALYST-Studiengruppe inkludierte in ihre Metaanalyse die 4 randomisierten kontrollierten Studien TIMING, ELAN, OPTIMAS und START. Diese hatten sie in einer systematischen Datenbankrecherche bis zum 16. März 2025 identifiziert. Randomisierter Vergleich bei Schlaganfall-Patienten mit Vorhofflimmern Die Metaanalyse erfolgte auf Basis individueller Patientendaten von 5441 Teilnehmern mit ischämischem Schlaganfall und VHF, die der Weitergabe ihrer Daten zugestimmt hatten und bei denen randomisiert entweder innerhalb von vier oder ab fünf Tagen eine DOAK-Therapie initiiert wurde. Die Patienten waren im Durchschnitt 77,7±10,0 Jahre alt, 45,4 Prozent waren weiblich, der Median der National Institutes of Health Stroke Scale betrug 5 (IQR 3–10). Der primäre Endpunkt war eine Kombination aus ischämischem Schlaganfallrezidiv, symptomatischer intrazerebraler Blutung oder nicht klassifiziertem Schlaganfall innerhalb von 30 Tagen nach der Randomisierung. Ein solches Ereignis trat bei 57/2683 Patienten (2,1 %) ein, die frühzeitig mit der DOAK-Therapie begannen gegenüber 83/2746 Patienten (3,0 %) mit später Initiierung (OR 0,70; 95 %-KI 0,50–0,98; p=0,039). Sekundäre Endpunkte umfassten die einzelnen Komponenten des primär zusammengesetzten Endpunktes innerhalb von 30 und 90 Tagen. Reduziertes Schlaganfallrisiko bei gleichbleibender Blutungsrate Eine frühzeitige DOAK-Gabe reduzierte demnach das Risiko eines wiederkehrenden ischämischen Schlaganfalls (1,7 % vs. 2,6 %; OR 0,66; 95 %-KI 0,45–0,96; p=0,029). Es gab keine Hinweise auf eine Zunahme symptomatischer intrazerebraler Blutungen bei frühzeitiger Einleitung einer DOAK-Therapie (0,4 % vs. 0,4 %; OR 1,02; 95%-KI 0,43–2,46; p=0,96). Diese Ergebnisse sprechen nach Ansicht der Autoren für eine frühzeitige Einleitung einer DOAK-Therapie in der klinischen Praxis. (ah/BIERMANN)
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