Verhinderung eines Schlaganfallrezidivs bei Vorhofflimmer-Patienten: Frühe DOAK-Einleitung vorteilhaft

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Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Einleitung einer direkten oralen Antikoagulation (DOAK), um bei Menschen mit akutem ischä­mischen Schlaganfall und Vorhofflimmern (VHF) ein frühes Schlaganfallrezidiv zu verhindern? Das untersuchten Forscher in der Metaanalyse CATALYST.

Die Ergebnisse von CATALYST – publiziert in „The Lancet“ – sprechen dem frühzeitigen Vorgehen (≤4 Tage) im Vergleich zu einem Start nach mindestens fünf Tagen einen Mehrwert zu.

Die CATALYST-Studiengruppe inkludierte in ihre Metaanalyse die 4 randomisierten kontrollierten Studien TIMING, ELAN, OPTIMAS und START. Diese hatten sie in einer systematischen Datenbankrecherche bis zum 16. März 2025 identifiziert.

Randomisierter Vergleich bei Schlaganfall-Patienten mit Vorhofflimmern

Die Metaanalyse erfolgte auf Basis individueller Patientendaten von 5441 Teilnehmern mit ischämischem Schlaganfall und VHF, die der Weiter­gabe ihrer Daten zugestimmt hatten und bei denen randomisiert entweder innerhalb von vier oder ab fünf Tagen eine DOAK-Therapie initiiert wurde. Die Patienten waren im Durchschnitt 77,7±10,0 Jahre alt, 45,4 Prozent waren weiblich, der Median der National Institutes of Health Stroke Scale betrug 5 (IQR 3–10).

Der primäre Endpunkt war eine Kombination aus ischämischem Schlaganfallrezidiv, symptoma­tischer intrazerebraler Blutung oder nicht klassifiziertem Schlaganfall innerhalb von 30 Tagen nach der Randomisierung. Ein solches Ereignis trat bei 57/2683 Patienten (2,1 %) ein, die frühzeitig mit der DOAK-Therapie begannen gegenüber 83/2746 Patienten (3,0 %) mit später Initiierung (OR 0,70; 95 %-KI 0,50–0,98; p=0,039). Sekundäre Endpunkte umfassten die einzelnen Komponenten des primär zusammengesetzten Endpunktes innerhalb von 30 und 90 Tagen.

Reduziertes Schlaganfallrisiko bei gleichbleibender Blutungsrate

Eine frühzeitige DOAK-Gabe reduzierte demnach das Risiko eines wiederkehrenden ischämischen Schlaganfalls (1,7 % vs. 2,6 %; OR 0,66; 95 %-KI 0,45–0,96; p=0,029). Es gab keine Hinweise auf eine Zunahme symptomatischer intrazerebraler Blutungen bei frühzeitiger Ein­leitung einer DOAK-Therapie (0,4 % vs. 0,4 %; OR 1,02; 95%-KI 0,43–2,46; p=0,96).

Diese Ergebnisse sprechen nach Ansicht der Autoren für eine früh­zeitige Einleitung einer DOAK-Therapie in der klinischen Praxis.

(ah/BIERMANN)