Verordnung von ambulanten Leistungen: G-BA passt befristete Corona-Sonderregelungen erneut an1. Juli 2020 Foto: Bernd Leitner/Adobe Stock Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Frist für den Beginn einer Heilmittelbehandlung nach einer vertragsärztlichen oder -zahnärztlichen Verordnung für Gesetzlich Krankenversicherte von 14 Tagen auf 28 Tage verlängert. Damit soll einem in den Praxen möglicherweise bestehenden Terminstau bei Heilmittelbehandlungen, die bedingt durch die Corona-Pandemie nicht begonnen werden konnten, entgegengewirkt werden. Die Sonderregelung gilt bis zum 30. September 2020. Ab dem 1. Oktober 2020 gilt mit Inkrafttreten der neuen Heilmittel-Richtlinien künftig regelhaft die Frist von 28 Tagen zum Beginn einer Heilmittelbehandlung. Ebenfalls bis zum 30. September 2020 verlängerte der G-BA die Sonderregelung, wonach Krankentransportfahrten zu nicht aufschiebbaren, zwingend notwendigen ambulanten Behandlungen von nachweislich an COVID-19-Erkrankten keiner vorherigen Genehmigung durch die Krankenkasse bedürfen. Dies gilt auch für Versicherte, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen. Das Abflachen der Neuinfektionen und die umfassende Rücknahme der Einschränkungen des öffentlichen Lebens erlauben eine schrittweise Rückkehr zur regulären Patientenversorgung in den vertragsärztlichen und -zahnärztlichen Praxen. Sollte sich die Infektionsdynamik wieder beschleunigen, wird der G-BA auch kurzfristig neue Sonderregelungen beschließen. Folgende Sonderregelungen laufen zum 1. Juli 2020 aus: Verlängerte Frist zur Vorlage von Verordnungen: Die Frist zur Vorlage von Verordnungen von häuslicher Krankenpflege, spezialisierter ambulanter Palliativversorgung sowie Soziotherapie bei der Krankenkasse beträgt künftig wieder 3 Tage statt 10 Tage.Folgeverordnungen nach telefonischer Anamnese: Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege, für zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel, Krankentransporte und Krankenfahrten sowie Heilmittel (letztere auch von Zahnärztinnen und Zahnärzten verordnete) können nicht länger nach telefonischer Anamnese ausgestellt werden. Ebenso kann die Verordnung nicht länger postalisch an die Versicherte oder den Versicherten übermittelt werden.Weitere Regelungen zu Folgeverordnungen im Bereich der häuslichen Krankenpflege: Im Bereich der häuslichen Krankenpflege können Folgeverordnungen nicht länger für bis zu 14 Tage rückwirkend erfolgen. Die Begründung der Notwendigkeit bei einer längerfristigen Folgeverordnung von häuslicher Krankenpflege und die 3-Tages-Frist zur Ausstellung der Folgeverordnung sind nun wieder zu berücksichtigen. Die Beschlüsse wurden aufgrund des Vorliegens besonderer Umstände gemäß § 9 Absatz 2 Satz 4 Geschäftsordnung des G-BA im schriftlichen Abstimmungsverfahren gefasst. Sie treten nach Nichtbeanstandung des Bundesministeriums für Gesundheit zum 1. Juli 2020 in Kraft. Sämtliche vom G-BA beschlossenen befristeten Sonderregelungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie sind auf der Website des G-BA unter folgendem Link zu finden: www.g-ba.de/sonderregelungen-corona
Mehr erfahren zu: "Optische Cochlea-Implantate erzeugen präzisere Nervensignale als elektrische Modelle" Optische Cochlea-Implantate erzeugen präzisere Nervensignale als elektrische Modelle Optische Cochlea-Implantate (CI) rufen unterscheidbare Nervensignale besser hervor als elektrische, wie eine Tiermodell-Studie zeigt. Bis zu zehn verschiedene Leuchtdioden (LEDs) konnten mit sehr geringen Lichtenergien unterschiedliche Signale gezielt auslösen.
Mehr erfahren zu: "Machtmissbrauch im Krankenhaus: Leitbild als Ausgangspunkt für Kulturwandel" Machtmissbrauch im Krankenhaus: Leitbild als Ausgangspunkt für Kulturwandel Acht Verbände setzen ein Zeichen gegen Machtmissbrauch im Krankenhaus: Ein gemeinsames Leitbild für Respekt, Sicherheit und Gleichbehandlung soll Ausgangspunkt eines nachhaltigen Kulturwandels sein.
Mehr erfahren zu: "Ambulante OP-Zentren: „Auf die Politik vertraut – jetzt droht die Pleite“" Ambulante OP-Zentren: „Auf die Politik vertraut – jetzt droht die Pleite“ Mit Blick auf ambulante OP-Zentren warnt der SpiFa vor einer Pleitewelle im nächsten Jahr. Eine Kopflose Sparpolitik drehe die dringend notwendige Reform zurück, so Dr. Helmut Weinhart, stellvertretender SpiFa-Vorstandsvorsitzender.