Verringerte Lebensqualität durch Diabetische periphere Neuropathie

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Diabetische periphere Neuropathie (DPN) und neuropathische Schmerzen haben negative Auswirkungen auf die Lebensqualität (QoL) und die psychische Gesundheit. Eine aktuelle Querschnittsstudie bewertete die Zusammenhänge zwischen schmerzhafter und schmerzfreier DPN und QoL und psychischer Gesundheit, die Häufigkeit von Schmerzphänotypen und die Verbindung zwischen Schmerzphänotypen und den oben genannten Faktoren.

Die Teilnehmer wurden in Menschen mit (n=1601) und ohne (n=5359) DPN unterteilt, basierend auf dem Michigan Neuropathy Screening Instrument Fragebogen. Die Wissenschaftler unterteilten die Probanden mit DPN anschließend in 2 Gruppen: Menschen mit (n=1085) und ohne (n=516) begleitende neuropathische Schmerzen, basierend auf Ergebnissen des modifizierten „Douleur Neuropathique en 4 Questions“ (DN4)-Interviews.

Die Studie zeigte eine verringerte QoL (36-Item Short Form Health Survey [SF-36]: 55,1 (Interquartils­bereich [IQR] 36,7–73,6) bei Teilnehmern mit DPN und 82,2 (IQR 63,6–90,9) bei Teilnehmern ohne DPN. Auch bei der psychischen Gesundheit zeigten sich Unterschiede: In der „Hospital Anxiety and Depression Scale“ (HADS)-Unterskala für Angst (HADS-A) ergaben sich Werte von 5,00 (IQR 2–9) vs. 2,00 (IQR 1–5) und in der HADS-Unterskala für Depression (HADS-D) Werte von 4,00 (IQR 1–8) vs. 1,00 (IQR 0–3).

Wenn Schmerzen hinzukamen, verringerten sich die QoL (SF-36: 50,7; IQR 34,8–69,8) und die psychische Gesundheit (HADS-A: 6; IQR 3–10, HADS-D: 4;  IQR 1–8) weiter. Der häufigste Schmerz bei Teilnehmern mit schmerzhafter DPN war vom brennenden Typ (73%), während das häufigste sensorische Schlagwort „Kribbeln“ (93%) war. Juckreiz trat mit 44% unerwartet häufig auf.

Schwache Zusammenhänge mit der psychischen Gesundheit und QoL stellten die Forscher für kalten Schmerz, elektrischen Schmerz und Juckreiz fest. Ein verstärkter Fokus auf Unterschiede in der QoL, der psychischen Gesundheit und den Schmerzphänotypen ist wichtig, um das Feld in Richtung einer interdisziplinären und personalisierten Behandlung weiterzuentwickeln.

Fazit
Die Ergebnisse verdeutlichten, dass DPN in Kombination mit Schmerzen den größten Einfluss auf die QoL und die psychische Gesundheit hatte. (hsp)

Autoren: Borbjerg MK et al.
Korrespondenz: Mette Krabsmark Borbjerg; [email protected]
Studie: Understanding the Impact of Diabetic Peripheral Neuropathy and Neuropathic Pain on Quality of Life and Mental Health in 6,960 People With Diabetes
Quelle: Diabetes Care 2025 Apr 1;48(4):588–595.
Web: https://doi.org/10.2337/dc24-2287