Versorgung rund um Geburten muss besser werden12. November 2021 Foto: © fabianaponzi – stock.adobe.com Der Hebammenlandesverband (HLV), der Landesfrauenrat und die Krankenkasse Barmer haben vor einer sich zuspitzenden Situation in der Thüringer Geburtshilfe gewarnt. «In Thüringen muss die Versorgung rund um die Geburt besser und zukunftssicherer werden», appellierten sie gemeinsam. Die Strukturen seien momentan nicht an den Bedürfnissen der Familien ausgerichtet und müssten besser aufeinander abgestimmt werden. Sie forderten ein neues Gesprächsformat oder eine Wiederbelebung des Runden Tischs für Geburt und Familie unter Federführung des Landes. Mit Schließungen von Geburtsstationen wie etwa im vergangenen Jahr in Schleiz (Saale-Orla-Kreis) oder in diesem Jahr in Hildburghausen und Greiz sind die nächsten Kliniken für Mamas und Papas in spe gerade im ländlich geprägten Thüringen zum Teil 30 bis 40 Kilometer vom ursprünglichen Standort entfernt. Angesichts dessen sei es wichtig, Versorgungsketten und Netzwerke zur Zusammenarbeit von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, Kliniken, Hebammen und Rettungswesen zu entwickeln, hieß es in dem Aufruf. Nur so könnten Versorgungslücken verhindert und bestehende Defizite kompensiert werden. Notwendig ist aus Sicht des Hebammenverbandes, des Landesfrauenrates und der Krankenkasse auch eine bessere Verknüpfung ambulanter und stationärer Leistungen. Geburten ohne Komplikationen seien so stets nahe des Wohnorts der Eltern möglich. Die Versorgungskette müsse für die Eltern vor der Geburt transparent sein und auch praktisch funktionieren.
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