Vesikovaginale Fisteln mit extravesikaler oder transvesikaler Technik vollständig heilbar4. Januar 2024 Urogenitale Fisteln der Frau. Grafik: rob3000 – stock.adobe.com Urologen aus Frankreich und Portugal haben eine der größten Serien der robotergestützten Korrektur vesikovaginaler Fisteln (R-VVF) vorgelegt. Sie erzielten eine Heilungsrate von 100%. Der transvesikale und der extravesikale Ansatz führten zu ähnlichen Ergebnissen. Mariana Madanelo vom Centro Hospitalar Universitário de Santo António in Porto (Portugal) und ihre Koautoren führten eine retrospektive, multizentrische Beobachtungsstudie durch, an der alle 22 Patientinnen teilnahmen, die sich zwischen März 2017 und September 2021 einer R-VVF an 4 akademischen Einrichtungen unterzogen hatten. Alle abdominalen VVF-Korrekturen während des Untersuchungszeitraums wurden mithilfe eines Operationsroboters durchgeführt. Das Durchschnittsalter der Patientinnen lag bei 43 Jahren (IQR 38–50). In 18 bzw. 4 Fällen lagen die Fisteln supratrigonal bzw. trigonal. 5 Patientinnen (22,7%) hatten bereits einen Operationsversuch hinter sich. Die Operateure exzidierten systematisch den Fistelgang und legten in allen bis auf 2 Fällen (90,9%) einen Interpositionslappen an. Sie gingen transvesikal (13 Fälle) oder extravesikal vor (9 Fälle). Es gab 4 postoperative Komplikationen, 3 leichte und 1 schwerwiegende. Nach einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 15 Monaten kam es bei keiner Patientin zu einem Wiederauftreten der vesikovaginalen Fistel. Die vollständige Heilungsrate stimmt nach Angaben der Autoren mit den wenigen zu R-VVF publizierten Ergebnissen überein. Die systematische Exzision des Fistelgangs und die hohe Rate an Lappeninterpositionen könnten die hohe Erfolgsrate erklären, vermuten sie. Bezüglich des transvesikalen und extravesikalen Ansatzes ergaben sich keine wesentlichen Unterschiede. (ms)
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