Virtual-Reality im OP soll Ängste nehmen23. Juli 2021 An der Ulmer HNO-Klinik wird der Einsatz von VR-Brillen im OP getestet. Foto: Universitätsklinikum Ulm Am Universitätsklinikum Ulm (UKU) werden Virtual-Reality-Brillen bei lokalen Eingriffen im Operationssaal und nach der OP im Aufwachraum getestet. Die VR-Brillen sollen die Ängste der Operierten nehmen und sie vom Eingriff ablenken. Schwimmen mit Meeresschildkröten, ein Spaziergang durch die Winterlandschaft oder ein Flug ins Weltall: Die VR-Brille versetzt die Patienten der Ulmer HNO-Klinik in andere Welten – fernab vom OP. „Wir glauben, dass die Brille den Patienten helfen kann, weniger von der Operation mitzubekommen. Wir möchten so Ängste und die Aufregung vor einem Eingriff nehmen“, sagt Prof. Patrick Schuler, Oberarzt an der HNO-Klinik. Zum Einsatz kommt die VR-Brille aktuell in der Lokalanästhesie bei Eingriffen am Hals. Hier sind die Patienten bei Bewusstsein und ansprechbar. „Der Patient ist zwar wach und wir können Rückfragen zum aktuellen Befinden stellen. Gleichzeitig ist der Patient abgelenkt und bekommt das Drumherum im OP nicht mit“, so Schuler. Zukünftig sollen die VR-Brillen in Kooperation mit den Kollegen aus der Anästhesie zusätzlich im Aufwachraum eingesetzt werden. „An unserer Klinik behandeln wir auch viele Kinder, die nach einer Vollnarkose später im Aufwachraum von der neuen Technik profitieren könnten. Hier soll die VR-Brille beim Aufwachen helfen und beruhigen“, sagt Prof. Thomas Hoffmann, Ärztlicher Direktor der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie am UKU. Bisher wurde die VR-Brille bei zehn Eingriffen getestet. Die Resonanz war nach Angaben der UKU durchweg positiv.
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