Virtuelle Jahrestagung 2020: Diverse Preise verliehen19. Oktober 2020 Bild: © sdecoret – Adobe/Stock Jedes Jahr aufs Neue unterstreichen die Fachgesellschaften, dass ihnen die Förderung des wissenschaftlichen und ärztlichen Nachwuchses ein großes Anliegen ist. Traditionell nutzen sie die gemeinsame Jahrestagung, um exzellente wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Hämatologie und Medizinischen Onkologie auszuzeichnen. 2020 wurden folgende Preise verliehen: Artur-Pappenheim-Preis (DGHO) • Gebiet: Klinische, experimentelle oder theoretische Fragen der Hämatologie • Preisträger: PD Dr. Lorenz Thurner, Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes, Homburg • Arbeit: „Die Rolle spezifischer B-Zell-Rezeptor-Zielantigene in der Entstehung von B-Zell-Neoplasien“ • Dotierung: 7.500 Euro Vincenz-Czerny-Preis (DGHO) • Gebiet: Klinische, experimentelle oder theoretische Fragen der Onkologie • Preisträgerin: Laura Hinze, Medizinische Hochschule Hannover • Arbeit: „Mechanismen der Asparaginase Resistenz in malignen Zellen“ • Dotierung: 7.500 Euro Doktoranden-Förderpreis (DGHO) • Gebiet: Studienarbeiten oder Dissertationen der Hämatologie und / oder Internistischen Onkologie in den Fächern Medizin, Pharmazie oder Biologie • Preisträger: Dr. Lino Möhrmann, Nationales Centrum für Tumorerkrankungen, Dresden • Arbeit: „Biologie und prognostische Bedeutung disseminierter kolorektaler Tumorzellen und deren Bestandteile im Knochenmark und im peripheren Blut“ • Dotierung: 3.000 Euro Wolfgang Denk-Preis (OeGHO) • Gebiet: Klinische Onkologie • Preisträgerin: Dr. Elisabeth Bergen, Medizinische Universität Wien • Arbeit: „Continued endocrine therapy is associated with improved survival in patients with breast cancer brain metastases“ • Dotierung: 5.000 Euro Löwenberg wird DGHO-Ehrenmitglied Auch in diesem Jahr würdigte die DGHO zudem eine besondere Persönlichkeit für ihr wissenschaftliches und ärztliches Lebenswerk und ihre herausragenden Verdienste um die Hämatologie und Medizinische Onkologie. Im Rahmen einer virtuellen Plenarsitzung erhielt Prof. Bob Löwenberg die DGHO-Ehrenmitgliedschaft. Löwenberg ist Professor für Hämatologie an der Erasmus-Universität im niederländischen Rotterdam. Seine Forschungsarbeit fokussiert auf die Pathobiologie, Diagnostik und Therapie der akuten myeloischen Leukämie. Seine Bedeutung, auch für die deutsche Hämatologie, reicht weit darüber hinaus. Über viele Jahre war er Chefredakteur der renommiertesten internationalen Hämatologie-Fachzeitschrift „Blood“. Er hatte verschiedene leitende Positionen inne, ist unter anderem Mitgründer sowie ehemaliger Präsident der European Hematology Association (EHA) und hat nach Ansicht der DGHO einen enormen Anteil daran, dass sich die Hämatologie zu so einer so starken akademischen Disziplin in Deutschland und Europa entwickelt hat. Löwenberg bedankte sich in einer Video-Botschaft für die besondere Ehre und verwies dabei auf seine langjährig intensiven wissenschaftlichen und freundschaftlichen Kontakte nach Deutschland sowie seine persönliche Familiengeschichte. Seine Eltern stammten aus dem norddeutschen Jever, mussten 1933 in die Niederlande emigrieren und überlebten den Holocaust dort im Untergrund. Ausblick 2021 Die Jahrestagung für das kommende Jahr ist bereits terminiert – sie soll vom 1. bis 4. Oktober 2021 in Berlin stattfinden. Als Kongresspräsident wird Prof. Andreas Mackensen, Direktor der Medizinischen Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie des Universitätsklinikums Erlangen, fungieren. „Bei allen Unsicherheiten, die die Pandemie absehbar bereithalten wird: Wir sind zuversichtlich, dass 2021 wieder mehr persönlicher Austausch und direkte Begegnung möglich sein kann“, übergab Manz das Staffelholz für das nächste Jahr. Ausführliche Informationen: https://www.haematologie-onkologie2020.com
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