Vitamin D nach Nierentransplantation: Verbesserung der Serum-25(OH)D-Spiegel und der Knochenmineraldichte22. Juli 2026 Foto: © luuuusa/stock.adobe.com Bei Nierentransplantatempfängern erhöhte eine Vitamin-D-Supplementierung nach der Transplantation die Serum-25(OH)D-Spiegel und verbesserte den T-Wert der Knochenmineraldichte am Schenkelhals. Bei Nierentransplantatempfängern hat man eine hohe Prävalenz von Vitamin-D-Mangel und -Insuffizienz nachgewiesen. Die Wirksamkeit einer Vitamin-D-Therapie nach der Transplantation ist auf der Grundlage einzelner Studien nicht eindeutig belegt. Forscher einer neuen Studie wählten daher einen metaanalytischen Ansatz, um die aktuelle Studienlage zusammenzuführen und den Einfluss einer Vitamin-D-Supplementierung auf die klinischen Ergebnisse nach einer Nierentransplantation zu bewerten. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift „BMC Nephrology“ veröffentlicht. Ohne Auslösung einer Hyperkalzämie Die Wissenschaftler berücksichtigten randomisierte kontrollierte Studien und prospektive Kohortenstudien zur Nierentransplantation sowie Forschungsarbeiten, die die Auswirkungen einer regelmäßigen Vitamin-D-Supplementierung auf die Ergebnisse nach einer Nierentransplantation untersuchten. Letztendlich erfüllten acht Studien die Auswahlkriterien für diese Übersichtsarbeit. Der zeitliche Rahmen der einbezogenen Studien erstreckte sich von 2005 bis 2025, wobei die untersuchten Patientenpopulationen zwischen 79 und 536 Empfängern pro Studie lagen. Die Überwachungszeiträume nach dem Ausgangszeitpunkt variierten erheblich und reichten von 12 bis 24 Monaten. Vitamin D verabreichten die Forscher in Tagesdosen zwischen 800 IE und 7000 IE. Die Supplementierung führte zu einem signifikanten Anstieg der 25(OH)D-Konzentrationen. Nach der Vitamin-D-Supplementierung wurde ein Abwärtstrend der Parathormonspiegel beobachtet, wenngleich diese Verringerung keine statistische Signifikanz erreichte. Bemerkenswert ist, dass dies sicher und ohne Auslösung einer Hyperkalzämie gelang. Zudem zeigte sich unter der Vitamin-D-Intervention eine Verbesserung des postoperativen T-Scores der Knochenmineraldichte am Schenkelhals. Weitere Studien notwendig Eine Vitamin-D-Supplementierung nach der Transplantation erhöhte bei Nierentransplantatempfängern die Serum-25(OH)D-Spiegel und verbesserte den T-Wert der Knochenmineraldichte am Schenkelhals. Es wurde zwar ein Abwärtstrend beim Parathormon beobachtet, dieser erreichte jedoch keine statistische Signifikanz. Ob eine Vitamin-D-Supplementierung die Knochenerkrankung (post-transplant bone disease) nach der Transplantation verbessert, bleibt unklar und bedarf weiterer Untersuchungen. (ri/BIERMANN)
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