Vorteile durch stereotaktische Bestrahlung bei oligometastatischem kastrationsresistenten Prostatakrebs7. März 2024 Die stereotaktische Bestrahlung nimmt Metastasen gezielt ins Visier. Symbolbild: auntspray – stock.adobe.com Eine stereotaktische Bestrahlungstherapie (SBRT) zusätzlich zu Abirateronacetat und Prednison (AAP) für Patienten mit oligometastatischem kastrationsresistenten Prostatakrebs hat in der multizentrischen, randomisierten Phase-II-Studie ARTO Vorteile bei der biochemischen Kontrolle und beim progressionsfreien Überleben (PFS) erzielt. Die Patienten in der Studie hatten drei oder mehr nichtviszerale metastatische Läsionen. Sie wurden im Verhältnis 1:1 nach dem Zufallsprinzip entweder AAP allein (Kontrollarm) oder AAP mit gleichzeitiger SBRT an allen Krankheitsherden (experimenteller Arm) zugewiesen. Primärer Endpunkt war die Rate des biochemischen Ansprechens (BR), definiert als eine PSA-Abnahme von 50 Prozent oder mehr gegenüber dem Ausgangswert, gemessen sechs Monate nach Behandlungsbeginn. Ein vollständiges biochemisches Ansprechen (CBR), definiert als PSA unter 0,2 ng/ml sechs Monate nach der Behandlung, und das PFS waren sekundäre Endpunkte. Zwischen Januar 2019 und September 2022 wurden 157 Patienten aufgenommen. Ein BR wurde bei 79,6 Prozent der Patienten festgestellt (92% vs. 68,3% im experimentellen vs. Kontrollarm), mit einer Odds Ratio (OR) von 5,34 (95%-KI 2,05–13,88; p=0,001) zugunsten des experimentellen Arms. 38,8 Prozent der Patienten erreichten eine CBR (56% vs. 23,2% im experimentellen vs. Kontrollarm), mit einer OR von 4,22 (95%-KI 2,12–8,38; p<0,001). Eine SBRT führte zu einer signifikanten PFS-Verbesserung mit einer Hazard Ratio für eine Progression von 0,35 (95%-KI 0,21–0,57; p<0,001) im experimentellen gegenüber dem Kontrollarm. Die Studie erreichte folglich ihren primären Endpunkt, was auf einen klinischen Vorteil der SBRT zusätzlich zur Erstlinien-AAP-Behandlung bei Patienten mit metastasiertem CRPC schließen lässt. (ms)
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