Vorzeitige Menopause: Zusammenhang mit verstärkten Muskel-Skelett-Schmerzen und Sarkopenie entdeckt3. Mai 2024 Foto: © Feng-Yu/stock.adobe.com Eine neue Studie deutet darauf hin, dass eine vorzeitige chirurgische Menopause zu einem erhöhten Risiko von Muskelerkrankungen führen kann. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift „Menopause“ veröffentlicht. Zuvor hatte die „Study of Women’s Health Across the Nation“ bereits eine Reihe von Symptomen aufgezeigt, die während des Übergangs zur Menopause häufig auftreten, so die Autoren der aktuellen Studie. Die frühere bestätigte unter anderem, dass Muskelsteifigkeitsbeschwerden in den Wechseljahren am häufigsten auftreten und 54 Prozent der US-Frauen im Alter von 40 bis 55 Jahren betreffen. Dies ist auch die Zeit, in der der Hormonspiegel in den Eierstöcken deutlich abnimmt. Bei Frauen, die eine vorzeitige Menopause erlebt haben, entweder spontan oder chirurgisch, ist der Rückgang sogar noch ausgeprägter. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass der Testosteronspiegel bei Frauen mit vorzeitiger Menopause ebenfalls deutlich sinkt. Diese Tatsachen veranlassten die Forscher der Menopause Society, eine neue Studie durchzuführen, die speziell darauf ausgerichtet war, die Auswirkungen der verschiedenen Arten der Menopause auf die Muskelbeschwerden und -funktion bei Frauen im Alter von 55 Jahren und älter zu untersuchen. Menopause Society: Hormontherapie kann Folgen abmildern Die Studie, an der fast 650 Frauen teilnahmen, kam zu dem Schluss, dass Frauen, die eine vorzeitige chirurgische Menopause erlebten, mit größerer Wahrscheinlichkeit muskuloskelettale Beschwerden und Sarkopenie entwickelten als Frauen mit einer natürlichen Menopause im Alter von 45 Jahren oder älter. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Schmerzen und die Abnahme der Muskelmasse in der späten Postmenopause stärker mit dem Hormonmangel als mit dem chronologischen Alter allein zusammenhängen. „Diese Studie unterstreicht die potenziellen langfristigen muskuloskelettalen Auswirkungen der vorzeitigen chirurgischen Menopause, die einen abrupteren und vollständigeren Verlust der Eierstockhormone, einschließlich Östrogen und Testosteron, verursacht als die natürliche Menopause. Die Anwendung einer Hormontherapie bis zum natürlichen Alter der Menopause hat das Potenzial, einige der nachteiligen Langzeitfolgen des frühen Östrogenverlustes abzumildern“, sagt Dr. Stephanie Faubion, medizinische Leiterin der Menopause Society.
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