Was darf in Zukunft noch stationär operiert werden?19. Januar 2024 Foto: Tobilander – stock. adobe.stock.com Die Krankenhausreform wird heiß diskutiert, auch auf dem Kongress des Berufsverbandes für Arthroskopie (BVASK) Anfang Februar in Düsseldorf. „Die Medizin in Deutschland soll ambulanter werden. Das würde Geld, Zeit, Kapazitäten und Arbeitskräfte einsparen. Würde. Hierauf liegt die Betonung. Denn trotz fachlicher Bemühungen und Beratung der Arbeitskreise von ärztlicher Seite schafft die derzeitige Regierung es nicht, entscheidende Reformen auf den Weg zu bringen”, kritisiert der BVASK. Wie krank Deutschlands Gesundheitssystem wirklich ist, was es bräuchte und wie die Zukunft aussieht, darüber referiert Manual Berger, Geschäftsführer der consus.health GmbH auf dem 34. BVASK-Kongress, der vom 2. bis 3. Februar im Düsseldorfer Medienhafen stattfindet. Zur Ambulantisierung von Operationen gäbe es dem Experten zufolge viele Möglichkeiten, doch es hapere an der Umsetzung. Berger: „Zu den entscheidenden Themen gibt’s derzeit jeden Tag eine andere Botschaft. Ich sehe keinen roten Faden. Und selbst Reformen, die stehen, werden erst ab 2029 scharf geschaltet. Es gibt weder für Klinik-Ärzte noch für Niedergelassene eine Klarheit.“ „Und obwohl immer noch nicht klar ist, wie mehr ambulant operiert werden soll, gibt’s auf der anderen Seite bereits ein chaotisches Krankenhaussterben, Hybrid-DRG bringen alles vollends zum Erliegen. Die Bezahlung der OP-Leistungen ist weiter unklar. Ärzte operieren dort am besten, wo es gute Bedingungen für sie gibt. Die Versorgungsangebote sind also nicht an den Patienten orientiert. So stehen wir wieder vor dem gleichen Problem wie bisher”, findet Berger und warnt: „In Flächenregionen wird die Versorgung noch schlimmer werden.“
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