Was wirklich dabei hilft, mit dem Rauchen aufzuhören12. Mai 2026 Mit dem Rauchen aufzuhören, erfordert nicht nur einen starken Willen, sondern auch die passenden Rahmenbedingungen. (Foto: © ronstik – stock.adobe.com) Ob Menschen versuchen, mit dem Rauchen aufzuhören, hängt stark von gesundheitspolitischen Maßnahmen im jeweiligen Land ab – ob sie dabei erfolgreich sind, dagegen vor allem von ihrem persönlichen Umfeld und Verhalten. Das ermittelten Forschende aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in einer internationalen Studie. Die Forschenden analysierten Daten von mehr als 50.000 Raucherinnen und Rauchern aus 29 Ländern in fünf Kontinenten und kombinierten diese mit Informationen zu nationalen Tabakkontrollmaßnahmen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Mithilfe Maschinellen Lernens konnten sie zentrale Einflussfaktoren für Rauchstopp-Versuche und deren Erfolg identifizieren. Die Politik gibt den Anstoß … Die Ergebnisse zeigen deutlich: Strenge Gesetze zur Tabakprävention – etwa Rauchverbote, Warnhinweise oder höhere Tabaksteuern – erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen überhaupt versuchen, mit dem Rauchen aufzuhören. „Politische Maßnahmen schaffen den entscheidenden Anstoß“, erklärt Studienleiter Titus Brinker. „Länder mit umfassender Tabakkontrolle verzeichnen mehr Rauchstopp-Versuche als Länder, die weniger Tabakkontroll-Maßnahmen umgesetzt haben.“ … doch der Erfolg hängt von individuellen Faktoren ab Ob ein Rauchstopp gelingt, entscheidet sich jedoch meist im persönlichen Umfeld. Besonders wichtig ist, ob im eigenen Haushalt andere Menschen rauchen. Wer von Rauchern umgeben ist, hat deutlich geringere Chancen, dauerhaft aufzuhören. Daneben spielen individuelle Faktoren wie die Stärke der Nikotinabhängigkeit eine große Rolle: Wer früh nach dem Aufwachen zur Zigarette greift oder viel raucht, hat es schwerer, erfolgreich aufzuhören. Die Studie macht deutlich, dass erfolgreiche Tabakprävention zwei Ebenen braucht: • konsequente Tabakkontroll-Maßnahmen, die zum Aufhören motivieren. • gezielte Unterstützung für einzelne Raucher, insbesondere Rücksichtnahme durch andere Raucher im sozialen Umfeld. Tabakkonsum verursacht weltweit jährlich mehr als sieben Millionen Todesfälle und gehört zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken. „Aber ein erfolgreicher Rauchstopp ist nicht nur eine Frage des Willens. Er wird stark vom sozialen Umfeld, den Lebensbedingungen und den politischen Rahmenbedingungen des Heimatlandes beeinflusst“, fasst Christoph Wies, der Erstautor der Arbeit, die Ergebnisse zusammen. Studienleiter Brinker ergänzt: „Unsere Ergebnisse sollen dazu beitragen, zukünftige Maßnahmen effektiver zu gestalten und damit mehr Menschen einen dauerhaften Rauchstopp zu ermöglichen.“
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