Sarkoidose: Lungen-CT kann wichtige Unterschiede im Schweregrad aufzeigen

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Eine neue Studie von US-Forschern hat ergeben, dass unterschiedliche Muster auf Computertomographie-Scans der Lunge Aufschluss über den Schweregrad einer Sarkoidose und deren Auswirkungen auf die Lungenfunktion geben können.

In ihrer Studie, deren Ergebnisse kürzlich im Journal „Chest“ veröffentlicht wurden, analysierten die Autoren CT-Scans und Lungenfunktionstests von 942 Patienten. Dabei teilte man die Betroffenen in drei Gruppen ein: Patienten mit fibrotischer Lungenerkrankung (38%), Patienten mit nicht fibrotischen Lungenveränderungen (41%) und Patienten ohne sichtbare Lungenschäden (21%). In den Outcomes wurden deutliche Unterschiede sichtbar.

Auffällige Lungenfunktionstests bei zwei Drittel der Fibrosepatienten

Patienten mit fibrotischer Sarkoidose waren im Allgemeinen älter, lebten länger mit der Erkrankung und wiesen eine signifikant schlechtere Lungenfunktion auf als die Patienten der anderen Gruppen. Fast zwei Drittel der Patienten mit Fibrose zeigten auffällige Befunde in den Lungenfunktionstests, verglichen mit etwa einem Drittel der Patienten ohne Fibrose.

„Sarkoidose ist nicht gleich Sarkoidose“, verdeutlicht Dr. Lisa Maier, Leiterin der Abteilung für Umwelt- und Arbeitsmedizin, Leiterin des Sarkoidose-Zentrums am National Jewish Health und Koautorin der Studie. „Durch die genaue Auswertung von CT-Scans können wir Patienten mit einem höheren Risiko für schwerwiegendere Lungenfunktionsstörungen und spezifischen Lungenfunktionsstörungen zu identifizieren, die möglicherweise eine engmaschigere Überwachung oder andere Behandlungsansätze brauchen.“

Auch das Fibrosemuster gibt Hinweise

Die Studie ergab außerdem, dass bestimmte Muster innerhalb der fibrotischen Erkrankung von Bedeutung sind. Patienten mit großen pulmonalen Konglomeraten wiesen deutlich häufiger eine Kombination aus restriktiven und obstruktiven Lungenproblemen auf – eine komplexere und potenziell schwerwiegendere Form der Beeinträchtigung.

„Diese Bildgebungsmuster liefern uns wertvolle Hinweise auf die Vorgänge in der Lunge“, erklärt David Lynch, Radiologe am National Jewish Health und einer der Hauptautoren der Studie. „Sie helfen uns, die Befunde in den Scans mit der tatsächlichen Lungenfunktion des Patienten in Verbindung zu bringen.“

Wichtig ist, dass viele Patienten ohne fibrotische Veränderungen eine normale oder nur leicht eingeschränkte Lungenfunktion aufwiesen, was die große Variabilität der Sarkoidose unterstreicht. Die Forscher gehen davon aus, dass diese Ergebnisse dazu beitragen können, die Klassifizierung der Sarkoidose zu verbessern und Behandlungsentscheidungen zu optimieren. Aktuell weisen die klinischen Leitlinien nicht einmal auf die Notwendigkeit von CT-Scans zur Beurteilung von Patienten mit pulmonaler Sarkoidose hin, geschweige denn auf deren Rolle bei der Unterscheidung zwischen fibrotischen und nicht fibrotischen Formen der Erkrankung.

„Die präzisere Definition dieser Subtypen ist ein wichtiger Schritt hin zu einer personalisierten Therapie“, ergänzt Maier. Das Team hofft, dass zukünftige Studien auf diesen Erkenntnissen aufbauen, um die Prognose besser vorherzusagen und diejenigen Patienten zu identifizieren, die von einer früheren oder gezielteren Behandlung und Therapie profitieren könnten.