Wasserpfeifen-Konsum ist doch schädlich6. Juni 2017 Foto: © puhimec – fotolia.com Der gewohnheitsmäßige Konsum von Wasserpfeifen bei anscheinend gesunden jungen Menschen ist mit einer größeren Last respiratorischer Symptome sowie mit einer verminderten Belastungskapazität verbunden. Das hat eine Pilotstudie jordanischer Wissenschaftler ergeben. Die Datenlage zur den gesundheitlichen Auswirkungen regelmäßigen Wasserpfeifen-Konsums – der auch hierzulande in den jüngeren Altersgruppen zur Mode geworden ist – sei gerade in Bezug auf jüngere Raucher eher dünn, erklären die Autoren zum Hintergrund ihrer Untersuchung. Die Ergebnisse der Studie wurden kürzlich in „Respiratory Medicine“ veröffentlicht. Daher verglichen Erstautor Dr. Feras I. Hawari von der Abteilung für Pneumologie und Intensivmedizin am King Hussein Cancer Center in Amman und Kollegen die Folgen des Wasserpfeifenrauchens für die Lungengesundheit und die Auswirkungen bei kardiopulmonalen Belastungstests bei 69 regelmäßigen Konsumenten und 69 Nichtrauchern. Als regelmäßig wurde ein Konsum von mindestens 3 Wasserpfeifen pro Woche über einen Zeitraum von 3 Jahren angesehen. Die Lungengesundheit der Probanden wurde mit dem Fragebogen für Erwachsene ermittelt, der von der American Thoracic Society und der Division of Lung Diseases entworfen wurde (ATS-DLD-78). Zudem testeten die Wissenschaftler die Lungenfunktion und kardiopulmonale Belastbarkeit. Gesammelt wurden Angaben der Patienten zu Atemwegssymptomen und zu Müdigkeit in den Beinen sowie Dyspnoe. Außerdem wurden gemessen die 1-Sekunden-Kapazität (FEV1), die forciert Vitalkapazität (FVC), das FEV1/FVC-Verhältnis, der forcierte exspiratorische Fluss zwischen 25 und 75 % FVC (FEF25–75%), der exspiratorische Spitzenfluss (PEF), die Belastungszeit, der endtidale Kohlendioxid-Partialdruck (PetCO2), die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2 max) und die Veränderung des endexspiratorischen Lungenvolumens (EELV). Die Arbeitsgruppe fand anhand dieser Werte heraus, dass Wasserpfeifenkonsumenten mit höherer Wahrscheinlichkeit über Atemwegssymptome klagten. Außerdem waren die Raucher nur über einen kürzeren Zeitraum körperlich belastbar, hatten eine geringere VO2max, mehr Dyspnoe bei mittelstarker Belastung sowie geringere Werte hinsichtlich FEV1, FVC, PEF und Veränderung des EELV. Autoren: Hawari FI et al. Korrespondenz: Dr. Feras I. Hawari, Section of Pulmonary and Critical Care, King Hussein Cancer Center, Queen Rania Al Abdullah St 202, Amman 11941, Jordanien Studie: The effect of habitual waterpipe tobacco smoking on pulmonary function and exercise capacity in young healthy males: A pilot study Quelle: Respir Med 2017;122:71–75. Web: www.resmedjournal.com
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