Welt-Asthma-Tag: Intersektorale Behandlung hilft schwer erkrankten Betroffenen3. Mai 2022 Foto: © gustavofrazao/stock.adobe.com Fünf Prozent aller Menschen in Deutschland sind an Asthma erkrankt – etwas mehr Frauen als Männer. Damit zählt diese Erkrankung zu den Volkskrankheiten, ähnlich wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zum Welt-Asthma-Tag (3. Mai) machen Pneumologen darauf aufmerksam. „Asthma bronchiale ist keine einheitliche Erkrankung, sie hat viele Gesichter und multifaktorielle Ursachen wie genetische Veranlagung, exogene und psychosoziale Faktoren“, sagt Prof. Dirk Koschel, Bereichsleiter der Pneumologie an der Medizinischen Klinik I am Universitätsklinikum Carl Gustav Dresden. Der Mediziner ist gleichzeitig Chefarzt des Fachkrankenhauses Coswig und repräsentiert in dieser Doppelfunktion die ärztliche Expertise im Ostdeutschen Lungenzentrum (ODLZ), das beide Einrichtungen gemeinsam gegründet haben. Die in der Region Dresden gelebte intersektorale Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnern des ODLZ und niedergelassenen Kollegen ermöglicht es, besonders schwer erkrankte Asthmatiker optimal zu betreuen und immer neuen Therapieformen zuzuführen. „Ein wichtiger Punkt hierbei sind die niedergelassenen Lungenfachärztinnen und -ärzte, mit denen wir hervorragend zusammenarbeiten“, betont Koschel. Das Ostdeutsche Lungenzentrum (ODLZ) bietet in sehr enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Lungenfachärztinnen und -ärzten die Möglichkeit, Betroffene mit schwerem Asthma zu behandeln und vor allem die Möglichkeit einer Antikörpertherapie zu prüfen und gegebenenfalls einzuleiten. Gegründet vom Universitätsklinikum Dresden und dem Fachkrankenhaus Coswig arbeiten hier Experten aus beiden Kliniken, der Hochschul- beziehungsweise Fachambulanz eng zusammen und sind stark vernetzt mit den niedergelassenen Fachärzten. Dank dieser vorbildlichen intersektoralen Kooperation lassen sich Asthmatiker in der Region im Sinne einer optimalen Versorgung betreuen. Auch der niedergelassene Pneumologe André Markendorf aus Dresden profitiert von dieser Zusammenarbeit. „Fast die Hälfte der Patientinnen und Patienten, die ich behandle, leiden unter Asthma unterschiedlicher Schweregrade. Bei schwerem Asthma erfolgt eine individualisierte Antikörpertherapie, die in besonderen Fällen in enger Kooperation mit dem ODLZ eingeleitet wird. Das ODLZ ermöglicht somit eine optimale Versorgung und eine interdisziplinäre Betreuung. Durch dieses Netzwerk und die Expertise des ODLZ profitieren die Patientinnen und Patienten, aber auch wir Fachärzte“, sagt er. „Das ODLZ ermöglicht Patientinnen und Patienten eine zukunftssichere Versorgung im Bereich der Lungenerkrankungen – und dass über die Grenzen der Region hinaus. Das ist uns seit der Gründung 2017 hervorragend gelungen, nicht nur bei der Versorgung von Asthmatikerinnen und Asthmatikern“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand am Universitätsklinikum Dresden. „Eine spezialisierte, qualitativ hochwertige Medizin lässt sich nur durch Institutionen sicherstellen, die bereit sind, die eigene Expertise mit Partnern zu teilen und im Gegenzug deren Kompetenzen in die eigene Patientenversorgung zu integrieren.“ „Dank der Strukturen im ODLZ können wir nicht nur die Patientinnen und Patienten beider Häuser effizient in bestmöglicher Qualität versorgen, sondern unsere Leistungen auch überregional anbieten. Die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen in der Region sind dafür wertvolle Partnerinnen und Partner“, ergänzt Prof. Dirk Koschel.
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