Welttag der Patientensicherheit: Klinikbetreiber Asklepios richtet Fokus auf die Sepsis17. September 2019 “Eine Sepsis kann wie ein Chamäleon sein, nicht auf den ersten Blick eindeutig zu erkennen” (Foto: Vladimir-Melnik-AdobeStock) Weltweit nimmt die Häufigkeit von Sepsiserkrankungen zu. In Deutschland könnten laut Schätzungen 15.000 bis 20.000 Todesfälle durch Sepsis pro Jahr vermieden werden. Der Hamburger Klinikbetreiber hat nun im Rahmen des Welttages der Patientensicherheitder eine bundesweite Kampagne zur Förderung der Sepsis-Früherkennung in den Notaufnahmen gestartet. Der Fokus der Asklepios Kliniken liegt auf den Notaufnahmen, da dort der entscheidende Erstkontakt zum Patienten stattfinde, erklärt das Unternehmen. “Wie aktuelle Zahlen aus dem ‘Qualitätsmonitor 2018’ belegen, entstehen 70 Prozent der Sepsiserkrankungen außerhalb des Krankenhauses”, so Prof. Christoph U. Herborn, selbst Arzt und Chief Medical Officer der Asklepios Kliniken, “aus diesem Grund ist es so wichtig, die Weichen gleich in der Notaufnahme richtig zu stellen. Genauso wie bei Herzinfarkten oder Schlaganfällen hängt der Behandlungserfolg von der schnellen Diagnose und sofortigen Therapie ab.” Eine Sepsis ist die schwerste Verlaufsform einer Infektion, die innerhalb von wenigen Stunden in ein Multiorganversagen und zum Tod führen kann. Nach Aussage der Deutschen Sepsisstiftung versterben an diesem Krankheitsbild 77.000 Personen pro Jahr in Deutschland, viele Überlebende leiden an den Spätfolgen. Sepsis stellt damit die dritthäufigste Todesursache nach Herzkreislauferkrankungen und Krebs dar. Die wirksamste Strategie gegen diese gefährliche Dynamik ist das frühe Erkennen und die unmittelbar einsetzende Therapie schon bei Verdacht auf Sepsis, und zwar innerhalb von 60 Minuten, erklären die Asklepios Kliniken ihr Engagement. “Die Schwierigkeit, eine Sepsis früh zu erkennen, besteht darin, dass die Frühsymptome meist sehr unspezifisch sind; eine Sepsis kann wie ein Chamäleon sein, nicht auf den ersten Blick eindeutig zu erkennen”, erläutert Herborn weiterhin. Kern der Kampagne sei eine neu entwickelte Entscheidungshilfe in Form eines Posters, das die pflegerischen und ärztlichen Mitarbeiter unterstützt, bei bestimmten Symptomkonstellationen eine Sepsis so schnell wie möglich zu erkennen. Außerdem würden konzernweit die Mitarbeiter geschult, mit Fallbeispielen und Hintergrundinformationen versorgt. Dadurch würnden die entscheidenden Minuten gespart, sodass nicht auf Laborwerte und weitere apparative Diagnostik gewartet werden müsse, erläutert der Klinikbetreiber. “Jeder Mitarbeiter trifft in der Notaufnahme eine Vielzahl von Entscheidungen innerhalb kürzester Zeit, zum Beispiel muss eingeschätzt werden, wie schnell ein Patient von einem Arzt untersucht und behandelt werden muss. Das Poster ist eine willkommene und anschauliche Ergänzung unserer bestehenden Standards, damit keine Sepsis im Frühstadium übersehen wird. Immerhin wurden alleine im ersten Halbjahr 2019 145.400 Patienten über die Notaufnahmen unserer Krankenhäuser bundesweit aufgenommen”, unterstreicht Herborn. Die Früherkennung sei daher neben der Infektionsprävention durch Hygienemaßnahmen und Impfungen eine wichtige Säule zur Reduktion der Sepsissterblichkeit in Deutschland. “Als einer der führenden Krankenhausbetreiber leisten wir damit einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Patientensicherheit”, so Herborn. Weitere Informationen über den Tag der Patientensicherheit und über die Sepsis unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/sepsis https://www.tag-der-patientensicherheit.de/ https://www.sepsis-stiftung.eu/sepsis/
Mehr erfahren zu: "Hitzeschutz: Nur fünf Prozent der Patientenzimmer sind klimatisiert" Hitzeschutz: Nur fünf Prozent der Patientenzimmer sind klimatisiert Laut einer Blitzumfrage des Deutschen Krankenhausinstitutes im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) können 59 Prozent der deutschen Kliniken kein einziges Patientenzimmer kühlen. Bei den restlichen 41 Prozent gelingt dies im […]
Mehr erfahren zu: "Umfrage: Osteopathie-Allianz sieht Auftrag für berufsgesetzliche Regelung bestätigt" Umfrage: Osteopathie-Allianz sieht Auftrag für berufsgesetzliche Regelung bestätigt Laut einer Befragung im Auftrag der Osteopathie-Allianz sind osteopathisch und schulmedizinisch versorgte Patienten deutlich zufriedener als vergleichbare ausschließlich schulmedizinisch behandelte Patienten.
Mehr erfahren zu: "Typ-2-Diabetes: Knochenschwund keine ausreichende Erklärung für erhöhtes Frakturrisiko" Typ-2-Diabetes: Knochenschwund keine ausreichende Erklärung für erhöhtes Frakturrisiko Menschen mit Typ-2-Diabetes haben ein erhöhtes Frakturrisiko – obwohl ihre Knochenmineraldichte häufig höher ist als bei Menschen ohne Diabetes. Eine aktuelle Analyse deutet nun darauf hin, dass auch langfristige Veränderungen […]