Welturtikariatag am 1. Oktober: Neue Medikamenten-Studie zur chronischen spontanen Urtikaria25. September 2019 Prof. Regina Treudler Foto: Stefan Straube / UKL Leipzig – Plötzlich bilden sich auf dem Unterarm juckende Quaddeln. Nach ein, zwei Stunden sind sie wieder weg, erscheinen aber einige Zeit später an anderer Stelle erneut. “Die chronische spontane Urtikaria, belastet die Erkrankten stark”, sagte Prof. Dr. Regina Treudler, leitende Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Universitätsklinikum Leipzig. “Sie leiden an Schlaf- und Konzentrationsstörungen, was die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt.” Die Universitäts-Hautklinik ist als Teil des Leipziger Interdisziplinären Centrums für Allergologie als Exzellenzzentrum zur Behandlung von Nesselsucht-Patienten zertifiziert. “Die Ursachensuche ist bei dieser Erkrankung oft schwierig”, berichtete Prof. Treudler. “Gerade bei der chronischen spontanen Urtikaria, die wie aus heiterem Himmel entsteht, gibt es eben nicht eine konkrete Ursache. Denn es handelt sich in den allermeisten Fällen nicht um eine Allergie, sondern um eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem körpereigene Zellen angreift.” Damit lässt sich die Ursache der ständig wiederkehrenden juckenden Quaddeln zwar nicht beseitigen, aber die frustrierende Krankheit lässt sich in der Regel gut behandeln. “Wir können den Betroffenen helfen mit Medikamenten, die das fehlgeleitete Ausschütten von Histamin verhindern”, so Prof. Treudler. “Um die Behandlung weiter zu verbessern, werden neue Medikamente entwickelt, die in Studien getestet werden. In Kürze steht an unserer Klinik ein solches vielversprechendes Medikament im Mittelpunkt einer neuen Studie. Patienten, die unter der chronischen spontanen Urtikaria leiden, können sich gern an der Studie beteiligen und somit zuden Ersten gehören, die von diesem neuen Medikament profitieren.” Info: Teilnahme an der Urtikaria-Studie über Klinische Forschungseinheit (KFE) Philipp-Rosenthal-Straße 23 04103 Leipzig Telefon: 0341 – 97 18750 Fax: 0341 – 97 18759 E-Mail: [email protected]
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