West-Nil-Virus: Impfung für Pferde empfohlen9. März 2026 (Symbolbild) Foto: © Anna Averianova – stock.adobe.com Die Träger der Viren sind winzig klein, können aber eine große Wirkung erzielen. Mücken übertragen das West-Nil-Virus auch auf Pferde. Eine Impfung kann schützen. Das sächsische Sozialministerium empfiehlt Pferdehaltern eine Impfung ihrer Pferde gegen eine Infektion mit dem West-Nil-Virus. Zwar seien 2025 im Freistaat keine Fälle bekanntgeworden, dennoch bleibe das Risiko bestehen, teilte das Ministerium mit. Deutschlandweit kam es im vergangenen Jahr zu vier Fällen bei Pferden und zu 16 Fällen bei Vögeln. 2024 sei es mit 204 registrierten Fällen in Deutschland zu einem deutlichen Anstieg der Infektionen bei Pferden gekommen. Am meisten betroffen waren die Bundesländer Niedersachsen (68 Fälle), Brandenburg (57), Sachsen (17), Sachsen-Anhalt (12) und Schleswig-Holstein (8). Impfung ist die wichtigste prophylaktische Maßnahme „Im letzten Jahr sind wir hinsichtlich der Infektion mit dem West-Nil-Virus bei Pferden glücklicherweise verschont geblieben. Dennoch bleibt die Impfung die wichtigste prophylaktische Maßnahme“, betonte Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Daher sollte vor Beginn der Mückensaison Ende Mai die Grundimmunisierung abgeschlossen sein, damit ein ausreichender Immunschutz der Tiere aufgebaut werden kann. „Wir empfehlen daher jetzt eine Impfung der Pferde.“ Die sächsische Tierseuchenkasse unterstützt Pferdehalter mit einer Beihilfe von maximal 20 Euro pro Impfung und Pferd. Virus wird von Stechmücken übertragen Die West-Nil-Virus-Infektion wird durch Stechmücken übertragen. In der Regel komme es bei Pferden zu keinen klinischen Anzeichen, aber auch schwere Verläufe seien möglich, hieß es. „Einige Pferde reagieren mit starken neurologischen Symptomen wie Stolpern, Nachhandlähmungen, Muskelzittern, Schwäche bis zum Festliegen. Ein Teil der Infektionen kann tödlich verlaufen.“ Experten raten dazu, Pferde während der Dämmerung in den Stall zu holen und Brutstätten von Mücken wie etwa offene Wasserstellen zu beseitigen. Auch sollte nachts in der Nähe von Pferden kein Licht brennen. Weitere Informationen zum West-Nil-Virus: Interview zum West-Nil-Virus – Biermann Medizin West-Nil-Virus | Friedrich-Loeffler-Institut
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