WHO sieht Risiko für Affenpocken-Ausbreitung unter Schwangeren und Kindern30. Juni 2022 Foto: © Tomsickova – stock.adobe.com Der Ausbruch von Affenpocken-Infektionen in mehr als 50 Ländern bleibt für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine ernsthafte Bedrohung. «Ich bin besorgt, dass die Übertragungen anhalten, denn das würde darauf hindeuten, dass sich das Virus etabliert und Hochrisikogruppen wie Kinder, immungeschwächte Personen und schwangere Frauen treffen könnte», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. Ein Notfallausschuss aus unabhängigen Experten hatte sich vergangene Woche noch mehrheitlich dagegen ausgesprochen, eine «Notlage von internationaler Tragweite» auszurufen. Das wäre die höchste Alarmstufe der WHO. Das hat keine unmittelbaren praktischen Konsequenzen, würde aber die Aufmerksamkeit der Behörden in aller Welt noch stärker auf das Problem lenken und soll zu noch stärkeren Bemühungen um eine Eindämmung führen. Der Ausschuss habe sich zwar gegen die Erklärung einer Notlage ausgesprochen, aber keinen Zweifel daran gelassen, dass die Situation ernst sei, sagte Tedros. Elf der Expertinnen und Experten seien gegen die Erklärung einer Notlage gewesen, drei dafür. «Sie empfahlen, den Ausschuss je nach Entwicklung der Lage schnell wieder einzuberufen, und das werde ich auch tun», sagte Tedros. Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat tagesaktuelle Statistiken über die weltweit gemeldeten Fälle im Jahr 2022 außerhalb der Länder in Afrika, in denen Affenpocken auch früher schon vorkamen. Mit Datum 28. Juni listete die CDC mehr als 4700 Fälle in diesen Ländern. Dazu kamen etwa 60 Fälle in afrikanischen Ländern mit früheren Ausbrüchen. Aus diesen Ländern meldete die WHO Anfang Juni zudem mehr als 1500 Verdachtsfälle.
Mehr erfahren zu: "Studie zu Schwangerschaftsübelkeit deckt sechs neue genetische Zusammenhänge auf" Studie zu Schwangerschaftsübelkeit deckt sechs neue genetische Zusammenhänge auf Eine neue Studie identifizierte insgesamt zehn Gene, die mit der schwersten Form der Schwangerschaftsübelkeit, der Hyperemesis gravidarum, in Verbindung stehen. Sie liefert Hinweise auf zugrundeliegende biologische Mechanismen und potenzielle neue […]
Mehr erfahren zu: "Krebsmedikament könnte IVF-Erfolgsrate bei Frauen mit geringer ovarieller Reserve verbessern" Krebsmedikament könnte IVF-Erfolgsrate bei Frauen mit geringer ovarieller Reserve verbessern Forscher haben herausgefunden, dass die zusätzliche Gabe von Letrozol (einem häufig in der Brustkrebstherapie eingesetzten Medikament) zu einem Standard-Hormonprotokoll der In-vitro-Fertilisation (IVF) die Wahrscheinlichkeit einer Lebendgeburt bei Frauen mit eingeschränkter […]
Mehr erfahren zu: "Tuberkulose in Schwangerschaft und Wochenbett möglicherweise unterschätzt" Tuberkulose in Schwangerschaft und Wochenbett möglicherweise unterschätzt Das Risiko für Tuberkulose in Schwangerschaft und Wochenbett wird offenbar deutlich unterschätzt. Eine Modellierungsstudie zeigt ein erhöhtes Erkrankungsrisiko, insbesondere bei Frauen mit HIV.