Wie ein Blut-Biomarker das Ansprechen auf Lecanemab bei frühem Alzheimer widerspiegelt

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Eine neue Studie der Korea University (Südkorea) untersuchte Plasma-p-Tau217 als potenziellen Biomarker für das Ansprechen auf die Behandlung bei Alzheimer im Frühstadium.

Lecanemab ist eine Anti-Amyloid-Therapie für Menschen mit Alzheimer im Frühstadium, die nachweislich das Fortschreiten der Krankheit verlangsamt. Da das Ansprechen auf die Behandlung jedoch individuell unterschiedlich ausfallen kann, besteht Bedarf an leicht zugänglichen Methoden zur Überwachung biologischer Veränderungen während der Therapie.

Forschende der Korea University College of Medicine unter der Leitung von Prof. Sung Hoon Kang untersuchten, ob Veränderungen des phosphorylierten Tau-Proteins 217 (p-Tau217) im Plasma als Frühindikator für das Ansprechen auf Lecanemab dienen könnten. In der prospektiven Real-World-Studie wurden 153 Patienten beobachtet, die mit Lecanemab behandelt wurden. Die Arbeit wurde in der Fachzeitschrift „Alzheimer’s & Dementia“ veröffentlicht.

Stärkere Reduktion der p-Tau217-Spiegel mit günstigerem kognitiven Verlauf assoziiert

Die Forschenden maßen den p-Tau217-Spiegel im Plasma zu Beginn und während der Behandlung und erfassten kognitive Parameter, darunter den Mini-Mental-Status-Test (MMSE) und die Clinical Dementia Rating–Sum of Boxes (CDR-SB). Von den 153 Patienten lagen bei 81 vollständige p-Tau217-Messwerte zu den Zeitpunkten Behandlungsbeginn, nach drei Monaten und nach sechs Monaten vor. Diese wurden in die Analyse der unterschiedlichen Reaktionsmuster des Biomarkers einbezogen. Die kognitive Entwicklung wurde über einen Zeitraum von zwölf Monaten verfolgt.

„Wir stellten fest, dass die p-Tau217-Spiegel im Plasma bereits drei Monate nach Behandlungsbeginn signifikant sanken. Der stärkste Rückgang erfolgte zwischen dem dritten und sechsten Monat, gefolgt von einer Plateauphase“, erklärt Kang. Bei den Patienten zeigten sich zwei unterschiedliche Reaktionsmuster hinsichtlich des p-Tau217-Spiegels. Patienten mit einer stärkeren Reduktion von p-Tau217 wiesen einen günstigeren kognitiven Verlauf auf, insbesondere eine langsamere Verschlechterung der CDR-SB-Werte.

Bluthochdruck verringerte das Ansprechen

Zudem stellten die Forschenden fest, dass Bluthochdruck zu Beginn der Studie unabhängig mit einem schwächeren Ansprechen des p-Tau217-Spiegels assoziiert war. Die Gruppe mit stärkerer Reduktion umfasste 29 Patienten, die Gruppe mit geringerer Reduktion 52 Patienten. Bluthochdruck lag bei 10,3 Prozent der Patienten in der Gruppe mit stärkerer Reduktion und bei 42,3 Prozent der Patienten in der Gruppe mit geringerer Reduktion vor. Der Zusammenhang zwischen den p-Tau217-Verläufen und den kognitiven Ergebnissen blieb auch nach Berücksichtigung der klinischen Ausgangswerte und Biomarker-Charakteristika signifikant. Die Gruppe mit der stärkeren Reduktion zeigte günstigere MMSE-Verläufe, während die CDR-SB-Werte langsamer anstiegen als in der Gruppe mit der geringeren Reduktion. Der Unterschied bei den CDR-SB-Verläufen zwischen den Gruppen war statistisch signifikant (p < 0,001).

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass wiederholte p-Tau217-Messungen Aufschluss über biologische Veränderungen während der Lecanemab-Behandlung geben und dabei helfen könnten, Unterschiede im Ansprechen auf die Therapie zu erkennen. Allerdings sind größere, multizentrische Studien mit längeren Nachbeobachtungszeiträumen erforderlich, um diese Muster des Ansprechens zu validieren und klinisch relevante Schwellenwerte zu etablieren.

Letztendlich unterstreicht die Studie das Potenzial von Plasma-p-Tau217 als leicht zugänglichen, minimal-invasiven Biomarker zur Überwachung des biologischen Ansprechens auf Lecanemab. Zukünftige Forschung muss klären, ob sich wiederholte p-Tau217-Messungen in die klinische Routineversorgung integrieren lassen und ob eine biomarkergestützte Überwachung die Behandlungsentscheidungen sowie die Behandlungsergebnisse für die Patienten verbessern kann.

(lj/BIERMANN)