Wie Koffein die Hirnstruktur des Fetus verändert10. Februar 2021 Foto: fancycrave1/Pixabay Eine neue Studie hat herausgefunden, dass Koffeinkonsum in der Schwangerschaft wichtige Signalwege im Gehirn des ungeborenen Kindes verändern kann. Dies wiederum könne möglicherweise zu Verhaltensauffälligkeiten im späteren Leben führen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher um Dr. John Foxe, Leiter des Del Monte Instituts für Neurowissenschaften, Rochester, USA, und Hauptautor der Studie. Foxe und seine Kollegen haben mehrere Tausend Gehirnscans von Neun- bis Zehnjährigen dafür ausgewertet, unter Berücksichtigung eines Koffeinkonsums in utero. “Die Effekte waren geringfügig und führten nicht zu krassen psychiatrischen Erkrankungen,” beschwichtigte Foxe in einer Pressemitteilung. “Aber die Veränderungen sind da. Daher sollten wir über die langfristigen Auswirkungen von Koffein in der Schwangerschaft nachdenken.” Zu den Verhaltensauffälligkeiten zählten unter anderem Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität. Die weiße Substanz sei bei Kindern, deren Müttern in der Schwangerschaft Kaffee tranken, anders organisiert gewesen – im Vergleich zu Kinder, deren Mütter auf Kaffee verzichteten. Bislang hätten Studien keine negativen Auswirkungen durch Kaffeekonsum in der Schwangerschaft gefunden. Allerdings besitzen Feten kein Enzym, um das Koffeeinmolekül abzubauen, sollte es dennoch über die Plazenta zum Kind gelangen. Da es sich um eine retrospektive Studie handele, können die Forscher keine Aussagen darüber treffen, ob der Kaffeekonsum in einem bestimmten Trimester stärkere Auswirkungen verursacht als in anderen. Bis diese Studienergebnisse bestätigt werden, sollten sich werdende Mütter an die gängigen Empfehlungen von etwa einer Tasse Kaffee am Tag halten, so Foxe.
Mehr erfahren zu: "Stillen könnte vor ADHS-Symptomen schützen" Stillen könnte vor ADHS-Symptomen schützen Eine neue Studie der Universität Bergen zeigt einen Zusammenhang zwischen dem Stillen bis zum Alter von sechs Monaten und einem verringerten Risiko für ADHS-Symptome im Alter von drei bis acht […]
Mehr erfahren zu: "GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz kommt" GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz kommt Die schwarz-rote Koalition bringt eine große Reform vor dem Sommer durch: Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz für die Ausgaben der Krankenkassen ist nach langem Ringen besiegelt. Sind höhere Beiträge damit nun vom Tisch?
Mehr erfahren zu: "Wunsch und Wirklichkeit: Familienplanung weltweit unter Druck" Wunsch und Wirklichkeit: Familienplanung weltweit unter Druck Viele junge Menschen wünschen sich Kinder, können ihre Familienplanung jedoch aufgrund wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hürden nicht verwirklichen. Neue Daten des UNFPA und des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung zeigen eine wachsende Lücke […]