Wie Osteopathie in den Wechseljahren unterstützen kann23. April 2026 Osteopathie kann den Körper während der Wechseljahre unterstützen. (Symbolbild: © Adam Gregor/stock.adobe.com) Die Wechseljahre bringen für viele Frauen körperliche und emotionale Veränderungen mit sich, bei denen Osteopathie eine Option zur Unterstützung des Körpers darstellen kann. Eine Expertin erklärt, was realistisch ist – und wo die Grenzen liegen. Wenn der Körper auf Wandel schaltet, geraten viele Frauen aus dem Gleichgewicht – körperlich wie emotional. Schlaflose Nächte, innere Unruhe, Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen gehören für viele zur neuen Realität. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach Ansätzen, die nicht nur Symptome betrachten, sondern das Zusammenspiel im Körper verstehen. Eine Möglichkeit, die immer häufiger nachgefragt wird: Osteopathie. Wie sie Frauen in dieser intensiven Lebensphase unterstützen kann – und wo ihre Grenzen liegen -, erläutert Susanne Dreyer, die sich auf Frauenosteopathie spezialisiert hat. Viele Frauen während der Wechseljahre leiden unter einer Kombination aus körperlichen und seelischen Symptomen. Zu den häufigsten Beschwerden gehören Hitzewallungen und Nachtschweiß (rund 80 % der Frauen betroffen), Schlafstörungen (ca. 32-46 %), Gelenk- und Muskelschmerzen (50-60 %), Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen, vaginale Trockenheit oder wiederkehrende Blasenentzündungen. „Viele Frauen erleben in den Wechseljahren nicht nur körperliche, sondern auch emotionale Belastungen. Die Kombination aus Schlafmangel, Unruhe und hormonellen Veränderungen fordert den gesamten Organismus heraus», beschreibt Dreyer, die selbst in eigener Osteopathie-Praxis in Herxheim tätig ist. Osteopathie kann Patientinnen bei verschiedenen dieser Beschwerden unterstützen – besonders dann, wenn funktionelle Dysbalancen, Spannungsmuster oder vegetative Regulationsstörungen eine Rolle spielen. Wie wirkt Osteopathie in dieser Lebensphase? In der osteopathischen Arbeit steht in den Wechseljahren häufig das vegetative Nervensystem im Zentrum, da es eng mit hormonellen Regelkreisen verbunden ist. Dazu gehören unter anderem der Hypothalamus, die Hypophyse, die Zirbeldrüse, die Nebennieren, die Schilddrüse und die Eierstöcke. Auch Leber und Darm spielen als zentrale Organe für Stoffwechsel und Hormonabbau eine wichtige Rolle. „In dieser Lebensphase arbeiten wir osteopathisch besonders viel mit dem vegetativen Nervensystem und den hormonellen Regelkreisen. Diese Bereiche stehen eng miteinander in Verbindung und reagieren sehr sensibel auf Dysbalancen“, erklärt Susanne Dreyer. Ziel der osteopathischen Behandlung ist es, Spannungen, Bewegungseinschränkungen und funktionelle Störungen sanft zu lösen sowie die Regulationsfähigkeit des Körpers zu unterstützen. Was passiert während einer Behandlung? Jede Behandlung beginnt mit einer umfassenden Diagnostik: Wo liegen primäre Dysfunktionen? Welche Körperbereiche stehen miteinander in Zusammenhang? „Von Frau zu Frau ist die Grundursache jedoch völlig unterschiedlich.Eine gezielte Diagnostik ist die Grundlage – und daraus ergibt sich ein sehr individueller Therapieansatz.“ Je nach Befund können wenige Sitzungen erste Veränderungen bringen, bei komplexeren funktionellen Störungen kann eine längere Begleitung sinnvoll sein. Was Osteopathie in den Wechseljahren leisten kann Viele Frauen berichten, dass osteopathische Behandlungen sie in den Wechseljahren spürbar unterstützen. Auch kleinere Studien liefern Hinweise auf solche Effekte. Gleichzeitig gilt: Osteopathie ersetzt keine medizinische Diagnostik. Osteopathische Behandlungen sind in der Regel gut verträglich, haben aber klare Grenzen. Nicht behandelt wird bei akuten Infektionen, akuten Entzündungen, frischen Frakturen oder schweren psychischen Erkrankungen. Expertin Susanne Dreyer betont außerdem die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit: „Gerade in den Wechseljahren binde ich gerne mein Netzwerk ein – von Gynäkologie über Funktionsmedizin und Endokrinologie bis zu Schlaflaboren oder systemischen Coaches.“ Was können Patientinnen selbst tun? Die Expertin gibt ihren Patientinnen viele alltagsnahe Empfehlungen mit – zum Beispiel: Stressreduktion Schlafhygiene: morgens Tageslicht, abends weniger Blaulich (Medien) Ernährungsoptimierung hochintensives Krafttraining in kurzen Einheiten Wärme- und Kälteanwendungen Fokus auf Darm- und Lebergesundheit „Osteopathie kann Frauen in den Wechseljahren gezielt unterstützen – aber sie wirkt umso besser, wenn Patientinnen bereit sind, zentrale Lebensstilfaktoren aktiv mitzugestalten. Dort liegen oft unsere größten Erfolge, aber auch unsere Grenzen“, fasst Dreyer zusammen. Auch interessant zum Thema Wechseljahre: Vorzeitige Menopause erhöht das langfristige Herzrisiko um 40 Prozent Einsamkeit und soziale Isolation können die kognitiven Fähigkeiten von perimenopausalen Frauen beeinträchtigen
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