Wie technische Geräte Kinder beeinflussen27. November 2020 Foto: ©Andrey Popov – stock.adobe.com Nicht der Umgang mit technischen Geräten an sich, sondern die genutzten Inhalte beeinflussen die emotionale Entwicklung von Kindern im Vorschulalter. Das zeigt eine Studie aus Russland. “Russische Kinder im Alter von 5 bis 6 Jahren verbringen durchschnittlich 20 bis 40 Stunden pro Woche mit technischen Geräten”, erklärte Ekaterina Rybakova, Gründerin der University of Childhood Foundation und Mitbegründerin der Rybakov-Stiftung. Für die Studie hatten Mitarbeiter der Psychologischen Fakultät der Lomonossow-Universität Moskau Umfragen unter 1000 Vorschulkindern und ihren Eltern durchgeführt. Bei Kindern, die weniger als eine Stunde pro Tag technische Geräte nutzten, war die emotionale Entwicklung signifikant höher als bei Kindern, die diesen Zeitraum überschritten. Letztere drückten auch allgemeinere Ängste aus, waren aber besser in der Lage, Emotionen anhand des Gesichtsausdrucks zu erkennen. Eine andere Teilnehmergruppe unterzog sich zweimal, mit einer Pause von einem Kalenderjahr, einer phonemischen Hörprüfung. Dabei zeigte sich, dass passive Bildschirmzeit die Fähigkeit des Kindes, verbale Informationen zu verarbeiten, kurzfristig negativ beeinflusste. Auf lange Sicht entsprachen alle an der Studie teilnehmenden Kinder ihren Altersmerkmalen. Außerdem wurden Kindergruppen analysiert, die täglich, jeden zweiten Tag, an Wochenenden und einmal pro Woche technische Geräte benutzten. Bei der letztgenannten Gruppe waren die regulatorischen Fähigkeiten weiter entwickelt. “Es stellte sich heraus, dass sie auch bei denjenigen weiter entwickelt waren, die die Geräte nicht zur Unterhaltung, sondern für andere Zwecke benutzen, zum Beispiel zum Musikhören, Zeichnen, als Wecker, Navigator, Stoppuhr und so weiter”, erklärte Rybakova. “Als Mutter von vier Kindern glaube ich, dass der wichtigste Parameter der Inhalt ist, mit dem die Kinder interagieren, da er ihre kulturellen Werte und Verhaltensnormen formt. Daher ist die Rolle eines Erwachsenen bei der Auswahl von sowohl interessanten als auch zur Entwicklung beitragenden Inhalten von grundlegender Bedeutung.”
Mehr erfahren zu: "Badeunfall: Kein Sprung in flaches Wasser" Badeunfall: Kein Sprung in flaches Wasser Die DGOU macht zur Badesaison auf das Risiko von Querschnittlähmungen nach Kopfsprüngen aufmerksam. Vor dem Sprung solle die Wassertiefe geprüft und auf Kopfsprünge in trübes Wasser grundsätzlich verzichtet werden, ebenso […]
Mehr erfahren zu: "Mehr mentale Care-Arbeit bei Frauen mit Folgen für die psychische Gesundheit" Mehr mentale Care-Arbeit bei Frauen mit Folgen für die psychische Gesundheit Forscherinnen der HMU Health and Medical University in Potsdam haben die Verteilung und die gesundheitlichen Folgen mentaler Care-Arbeit in Deutschland untersucht. Die Studie zeigt, dass Frauen nicht nur die Hauptlast […]
Mehr erfahren zu: "Den Energiequellen aggressiver Hirntumoren auf der Spur" Den Energiequellen aggressiver Hirntumoren auf der Spur Seit Juli 2026 erforscht Dr. Sina Neyaziam Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg, wie aggressive Hirntumoren bei Kindern ihren Stoffwechsel umprogrammieren, um zu wachsen und zu überleben. Ziel ist es, die metabolischen Schwachstellen […]