Wie transplantierte neurale Stammzellen das Sehvermögen erhalten19. März 2026 Um die schützenden Wirkungen der neuralen Stammzellen besser zu verstehen, untersuchten die Wissenschaftler die Wechselwirkungen zwischen den transplantierten Zellen und den erkrankten Netzhautzellen.(Symbolbild.)Bild:©freshidea-stock.adobe.com Forschende des Cedars-Sinai Medical Center, Los Angeles, USA, haben herausgefunden, wie transplantierte neurale Stammzellen mit den Netzhautzellen des Empfängers interagieren, um das Sehvermögen zu erhalten. Die in „Nature Communications“ veröffentlichten Ergebnisse könnten die zukünftige Forschung in Richtung von Strategien zur Behandlung degenerativer Augenerkrankungen lenken. „Mithilfe der Einzelzellanalyse konnten wir zeigen, dass neurale Stammzellen das Sehvermögen auf verschiedene Weise schützen können. Unter anderem stellen sie schützende Proteine bereit, einen gesünderen Zustand der Netzhautzellen wieder her, verringern zellulären Stress und erhalten die Netzhautintegrität aufrecht“, erklärte Dr. Clive Svendsen, Geschäftsführer des Board of Governors Regenerative Medicine Institute und Mitautor der Studie. Modellorganismus: Transplantation neuraler Stammzellen reduzieren Sehverlust Die Forschenden arbeiten an der Optimierung einer zellbasierten Therapie für Retinitis pigmentosa. Sie transplantierten neurale Stammzellen in die Netzhaut von Laborratten mit Netzhautdegeneration. Frühere Studien haben gezeigt, dass die Transplantate den Sehverlust bei den Tieren bis zu 180 Tage lang signifikant reduzierten. Das entspricht etwa 20 Jahren beim Menschen. In dieser Studie untersuchte das Team die Wechselwirkungen zwischen den transplantierten Zellen und den erkrankten Netzhautzellen. Ziel war es die schützenden Wirkungen der neuralen Stammzellen besser zu verstehen. Wechselwirkung zwischen neuralen Stammzellen und Netzhautzellen verändert sich dynamisch „Unsere Studie zeigt, dass sich die Wechselwirkung zwischen neuralen Stammzellen und den Netzhautzellen des Wirts im Laufe der Zeit dynamisch verändert“, erklärte Dr. Shaomei Wang, PhD, Professorin für Biomedizinische Wissenschaften und Mitautorin der Studie. „Durch ein besseres Verständnis dieses Prozesses könnten wir in Zukunft wirksamere Ansätze zur Behandlung von Augenerkrankungen entwickeln.“ Derzeit evaluieren die Wissenschaftler den Einsatz von neuralen Stammzellen, die so modifiziert wurden, dass sie wichtige, in dieser Studie identifizierte schützende Proteine exprimieren. Damit verfolgen die Forschenden eine weitere Verbesserung der Umgebung der Netzhaut des Wirtes. (sas/BIERMANN)
Mehr erfahren zu: "Zi-Studie: Zahl der MVZ deutlich gewachsen – Kliniken betreiben die meisten Standorte" Zi-Studie: Zahl der MVZ deutlich gewachsen – Kliniken betreiben die meisten Standorte Die Zahl der MVZ-Betriebsstätten ist zwischen 2017 und 2020 um 35 Prozent gestiegen und die Trägerarten unterscheiden sich je nach Region deutlich. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Analyse.
Mehr erfahren zu: "Klinische Studien als Hoffnung bei seltenen Netzhauterkrankungen" Weiterlesen nach Anmeldung Klinische Studien als Hoffnung bei seltenen Netzhauterkrankungen Dr. Tobias Peters (Tübingen) informierte auf der Online- Pressekonferenz der Arbeitsgemeinschaft Klinische Studienzentren der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) welche Studien neue Erkenntnisse für Menschen mit seltenen Netzhauterkrankungen bieten.
Mehr erfahren zu: "Wenn Diabetes ins Auge geht: Neue Therapieansätze können die Behandlung erleichtern" Weiterlesen nach Anmeldung Wenn Diabetes ins Auge geht: Neue Therapieansätze können die Behandlung erleichtern Prof. Katrin Lorenz, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Klinische Studienzentren der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG), berichtete auf der Online-Pressekonferenz zur Kampagne „Für mehr Sehen. Entdecke das Potenzial klinischer Studien.“ welche neuen Erkenntnisse […]