Wiederbeleben ist kinderleicht – auch für Erwachsene4. Dezember 2019 v.l.n.r: Stefan Dräger , Dr. Dr. Burkhard Dirks, Univ.-Prof. Dr. Bernd Böttiger, Helge Daugs, Dr. Gernot Rücker. Quelle: Deutscher Rat für Wiederbelebung (German Resuscitation Council, GRC); www.grc-org.de Lübecker SchülerInnen werden dank Kooperation in Wiederbelebung qualifiziert. In Kooperation mit dem Deutschen Rat für Wiederbelebung (GRC), dem Institut für Notfall- und Rettungsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein und der Dräger-Stiftung wurden am 25.11.2019 Lehrerinnen und Lehrer von 10 Lübecker Schulen in einem speziellen Kurs in Wiederbelebung ausgebildet. Die teilnehmenden Schulen werden durch das Wiederbelebungsprojekt allein im ersten Jahr ca. 4.000 Schülerinnen und Schüler in Lübeck erreichen. Diese können dazu beitragen, dass in Deutschland jedes Jahr 10.000 Menschenleben zusätzlich gerettet werden, weil sie als Laien mit der Herzdruckmassage beginnen. Die Dräger-Stiftung hat für dieses Wiederbelebungsprojekt in Lübeck Mittel bereitgestellt, um die nötigen Klassensätze an Trainingspuppen für die Schulen anzuschaffen. Der GRC hat 2019 nach einer zweijährigen Entwicklungs- und Erprobungsphase diesen „Modularen Lehrerausbildungskurs für den Wiederbelebungsunterricht in Schulen“ etabliert. Durch den speziell entwickelten Kurs wird die Wiederbelebungsausbildung in den Schulen weiter ausgebaut und unterstützt. Den Kindern und Jugendlichen wird durch die ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer die Einfachheit der Wiederbelebungsmaßnahmen gezeigt. Sie können dann auch als Multiplikatoren dienen, die ihre erlernten Fähigkeiten an Familienmitglieder und Freunde weitergeben. „Ein wichtiger Meilenstein in diesem Zusammenhang ist der Beschluss des Schulausschusses der Deutschen Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2014, der die Einführung des Wiederbelebungsunterrichtes ab der 7. Klasse in allen Schulen bundesweit empfiehlt. Ich bin sehr dankbar, dass wir als GRC gemeinsam mit der Deutschen Anästhesiologie daran beteiligt waren, und jetzt muss das Ganze auch in den Schulen bundesweit umgesetzt werden“, erläutert der Vorstandsvorsitzende des GRC, Professor Dr. med. Bernd W. Böttiger. Die bundesweite Umsetzung soll u.a. durch die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern nachhaltig sichergestellt werden, so sieht es auch der Beschluss vor. Bevor also die Schülerinnen und Schüler ausgebildet werden können, sollten auch die Lehrerinnen und Lehrer auf diese Aufgabe entsprechend vorbereitet werden.
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