Zeitpunkt der präemptiven Nierentransplantation bei Kindern: Keine Verbesserung der Allotransplantations- und Überlebensoutcomes

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Wissenschaftler der University of California (USA) haben in einer Studie Zusammenhang zwischen präemptiver Nierentransplantation und höheren eGFR-Werten bei Kindern untersucht.

In jüngster Zeit ist ein Trend zu beobachten, die Dialyse bei Kindern bei höheren eGFR-Werten zu beginnen, ohne dass bislang ein Überlebensvorteil festgestellt worden wäre, berichten amerikanische Wissenschaftler. In ihrer neuen Studie wollten sie nun herausfinden, ob es ähnliche Trends beim Zeitpunkt der präemptiven Nierentransplantation gibt und ob eine höhere eGFR (≥ 15 ml/min/1,73 m2) zum Zeitpunkt der Transplantation mit den klinischen Outcomes bei Kindern in Verbindung steht.

Tatsächlich hat sich im Laufe der Zeit bei Kindern ein Trend zur präemptiven Nierentransplantation bei höherer eGFR gezeigt. Diese ist aber nicht mit dem Allotransplantat- oder Patientenüberleben assoziiert. Die Auswirkungen des beobachteten Trends sollten jedoch weiter untersucht werden, betonen die Autoren.

Die neuen Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Clinical Journal of the American Society of Nephrology“ veröffentlicht.

eGFR-Werte im Fokus

Unter Leitung von Erstautorin Dr. Erica Winnicki schlossen die Forscher für ihre retrospektive Kohortenstudie Daten von 1514 Kindern aus dem United States Renal Data System ein, die zwischen 2006 und 2019 eine präemptive Nierentransplantation erhalten hatten. In der primären Analyse untersuchten die Experten den Zusammenhang zwischen Kalenderjahr und eGFR (ml/min/1,73 m2) zum Zeitpunkt der präemptiven Nierentransplantation, kategorisiert als höher (eGFR ≥ 15) vs. niedriger (eGFR < 15) unter Verwendung logistischer Regressionen. Die Beziehung zwischen der eGFR zum Zeitpunkt der Transplantation und Transplantatversagen oder Tod bewerteten die Experten mithilfe von Cox-Proportional-Hazardsund Fine-Gray-Modellen.

Die Wissenschaftler fanden einen zeitlichen Trend bei der eGFR zum Zeitpunkt der präemptiven Nierentransplantation bei Kindern. Jeder Fünf-Jahres-Anstieg war mit einer 55 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit (95 %-KI 1,35–1,79) verbunden, eine präemptive Nierentransplantation bei höherer eGFR zu erhalten. Es bestand kein Zusammenhang zwischen einer präemptiven Nierentransplantation bei höherer (im Vergleich zu niedriger) eGFR und dem Risiko eines Allotransplantatversagens oder des Todes (HR 1,12; 95 %-KI 0,87–1,43) über einen medianen Follow-up von 5,7 Jahren.

(jh)