Zervixkarzinom im Frühstadium: Radikale Hysterektomie sollte offen erfolgen3. Dezember 2024 Foto: © New Africa/stock.adobe.com Eine minimalinvasive radikale Hysterektomie ist beim Zervixkarzinom im Frühstadium nicht nur mit einem schlechteren krankheitsfreien Überleben (DFS), sondern auch mit einem schlechteren Gesamtüberleben (OS) assoziiert. Das zeigt die finale Analyse der LACC-Studie, deren Ergebnisse im „Journal of Clinical Oncology“ veröffentlicht wurden. Bereits 2018 hatten Erstautor Dr. Pedro T. Ramirez vom Department of Obstetrics and Gynecology am Methodist Hospital in Houston, USA, berichtet, dass das minimalinvasive Vorgehen beim Zervix-karzinom im Frühstadium der offenen Operation unterlegen ist – mit einem DFS von 86,0 gegenüber 96,5 Prozent (Differenz: -10,6 Prozentpunkte (95 % KI-16,4 bis -4,7) nach 4,5 Jahren. Die Stichprobengröße basiert auf einem DFS von 90 Prozent nach 4,5 Jahren und einer Nichtunterlegenheitsgrenze von 7,2 Prozent für das minimalinvasive Vorgehen. Die finale Analyse zum OS kommt zu einem ähnlichen Ergebnis wie bereits die DFS-Primaranalyse: Nach 4,5 Jahren betrug die OS-Rate 90,6 Prozent in der minimalinvasiv operierten Gruppe und 96,2 Prozent in der offen operierten Gruppe (HR für Tod: 2,71; 95 %-KI 1,32–5,59; p=0,007). Die Forschungsgruppe erklärt: „Angesichts der höheren Rezidivraten und des schlechteren OS bei minimalinvasivem Vorgehen sollte bei Frauen mit Zervixkarzinom im Frühstadium die offene Hysterektomie der Therapiestandard sein“. (nec)
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