Umfrage unter Hundehaltern: hatte ihr Hund 2020 mehr Zecken als in den Jahren zuvor?26. Mai 2021 Im hohen Gras lauern besonders viele der gemeinen Blutsauger. Foto: © Felix Wolf – pixabay.com Laut einer bundesweit repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Uelzener Versicherung hätte rund jeder dritte Hundebesitzer in Deutschland den Eindruck, dass sein Hund im Jahr 2020 häufiger von Zecken gestochen wurde als in den Jahren zuvor. Neun Prozent davon meinten sogar, dass ihr Hund viel häufiger von Zeckenstichen betroffen war, so ein Ergebnis einer von der Uelzener Versicherung in Auftrag gegebenen Umfrage. Das Unternehmen hat einige weitere Informationen zu Zecken und möglichen Erkrankungen, die durch diese übertragen werden, zusammengetragen, wie im Folgenden zu lesen: In Deutschland verzeichnet das Robert-Koch-Institut (RKI) immer mehr Risikogebiete, in denen Zecken mit verschiedenen Erregern, wie FSME oder Borrelien, infiziert sind – was zu Krankheiten führt, die für Mensch und Hund gleichermaßen gefährlich sind. Doch gerade Hunde sind auch vor weiteren Erregern nicht sicher: So gibt es Krankheiten wie Babesiose (Hunde-Malaria) oder Anaplasmose (Zeckenfieber), die beim Vierbeiner zu zunächst unklaren Symptomen führen können. Drei Zeckenarten machen in Deutschland von März bis in den mildtemperierten Winter Hund und Halter das Leben schwer: der Gemeine Holzbock, die Buntzecke (auch Auwaldzecke) und die Braune Hundezecke. Man kann jedoch einiges tun, um seinen Hund vor von Zecken übertragbaren Krankheiten zu schützen. Fellkontrolle nach dem Aufenthalt im Freien Nach jedem Spaziergang sollte der Hund nach Zecken abgesucht werden. „Bevorzugte Stellen am Körper sind die gefäßreichen und dünnhäutigen Partien an Kopf, Hals, Schultern und Achseln. Ein schnelles Entfernen der Zecke und die Verwendung von Parasiten abtötenden Präparaten minderndas Erkrankungsrisiko“, so Susanne Werner, Tierärztin der Uelzener Versicherung. Je nach Zeckenart und Erreger sind die Übertragungszeiten unterschiedlich. Borrelien werden ca. 6 bis 72 Stunden nach dem Zeckenstich übertragen, die Erreger der Anaplasmose innerhalb von ca. 24 Stunden, die der FSME nach nur wenigen Minuten und Babesien nach ca. 48 Stunden. Männliche Buntzecken, die bereits einmal Blut gesaugt haben, können allerdings Babesioseerreger sofort nach dem Einstich übertragen. Mit einer speziellen Zeckenzange, einer Pinzette oder einem Zeckenhaken lassen sich die Zecken fassen und unter sanftem Zug aus der Haut ziehen. © uelzener.de Tierärztin Susanne Werner weist darauf hin: „Man sollte allerdings nicht versuchen, sie vorher mit Öl oder anderen Flüssigkeiten abzutöten, denn gerade im Todeskampf sondern Zecken vermehrt Speichel ab.“ Krankheitssymptome erkennen Wenn der Hund plötzlich an hohem Fieber, Appetitlosigkeit oder blutigem Urin leidet, sollte man schnell einen Tierarzt aufsuchen. Es könnte sich um Babesiose handeln, die von der Buntzecke übertragen wird und unbehandelt für die Tiere tödlich enden kann. Nach Angaben desFriedrich-Loeffler-Instituts (FLI), Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, breitet sich diese Zeckenart in Deutschland vorwiegend im Saarland und in Rheinland-Pfalz aus, auch im Großraum München und um Leipzig komme sie vermehrt vor. In Berlin-Brandenburg und in einigen Gebieten in Mecklenburg-Vorpommern ist die Buntzecke ebenfalls entdeckt worden. Prophylaxe anwenden „Um Zeckenstichen effektiv vorzubeugen, reicht das alleinige Absuchen des Tieres nicht aus, denn viele Zecken werden erst Tage nach dem Einstich gefunden – wenn sie bereits Blut gesaugt und damit größer geworden sind“, sagt Uelzener Tierärztin Susanne Werner. Um Hunde vor Zeckenstichen zu schützen, stehen beim Tierarzt sogenannte Spot-on-Präparate, Sprays oderantiparasitäre Halsbänder zur Auswahl. Solche Präparate wirken wie ein unsichtbares Schutzschild – durch für Zecken abstoßende Gerüche ebenso wie durch ihre abtötende Wirkung. Der in den Halsbändern enthaltene Wirkstoff wird kontinuierlich abgegeben. Welches Mittel am besten geeignet ist, muss im Einzelfall entschieden werden. Hundehalter können sich bei Unsicherheiten an ihren Tierarzt wenden. Basis der bundesweiten internetbasierten Befragung durch Forsa waren 3.129 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren, davon besaßen 508 einen Hund. Die Erhebung wurde im Zeitraum vom 30. März bis zum 7. April 2021 durchgeführt.
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